Im letzten Jahr zum Titel-Hattrick

Marie-Louise Eta im Viererketten-Interview

Trainerin Eta (rechts) gewann auch in ihrer letzten Saison die Norddeutsche Meisterschaft (Foto: Haß)
Frauen
Montag, 03.07.2017 // 17:55 Uhr

Von Marcel Kuhnt und Maximilian Prasuhn

Die Spielzeit 2016/17 ist vorüber. Zeit also, auf das Jahr der Werder-Teams zurückzuschauen. WERDER.DE traf sich mit den Trainern des WERDER Leistungszentrums und analysierte mithilfe des Interviewformates Viererkette die abgelaufene Saison. Dabei beantworteten die Coaches drei allgemeine Fragen sowie eine speziell auf ihr Team zugeschnittene. Heute: Trainerin Marie-Louise Eta und ihre U 15-Juniorinnen.

Es würde ihr extrem schwer fallen, schließlich sei die Zeit als U 15-Trainerin bei Werder Bremen für Marie-Louise Eta etwas ganz besonderes gewesen. Nach drei Jahren gibt sie den Job als Coach des jüngsten Nachwuchsteams der grün-weißen Frauen-Fußballabteilung ab - und konnte auch in ihrer letzten Saison wie schon in den Jahren zuvor den Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft feiern. Auch was die Entwicklung der Spielerinnen angeht, könne Eta ein positives Fazit ziehen. Ihre Trainerkarriere hat die Spielführerin der 1. Frauen damit allerdings nicht beendet. Im Gegenteil: In Zukunft will Eta neue Herausforderungen suchen und ihre Fähigkeiten als Trainerin weiterentwickeln. 

Wir wussten vorher, dass wir eine Mannschaft mit viel Qualität haben.
Marie-Louise Eta, Trainerin der U 15

Was für ein Fazit kann man für diese Spielzeit ziehen?

Marie-Louise Eta: "Mit dem erfolgreichen Abschluss und dem Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft haben wir ein i-Tüpfelchen auf die Saison gesetzt. Bei uns geht es aber nicht um die großen Erfolge, sondern eher darum, dass möglichst viele Spielerinnen den Sprung in die U 17-Juniorinnen schaffen und sich bei uns weiterentwickeln. In diesem Bereich können wir ein sehr positives Fazit ziehen. Mit Thea Oberhoff und Tuana Reichardt haben wir sogar zwei Spielerinnen, die beim Lehrgang der Nationalmannschaft gewesen sind. Darüber hinaus konnten wir auch den Norddeutschen Futsal-Cup gewinnen und uns bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft gut präsentieren. Insgesamt war es also eine sehr gute Saison."

Wer war die Entdeckung der Saison?

Marie-Louise Eta: "Wir wussten vorher, dass wir eine Mannschaft mit viel Qualität haben. Es war natürlich schön, dass Kim Baade und Jana Siedler bereits früh den Sprung in die U 17-Juniorinnen meistern konnten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben auch sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die U 17-Juniorinnen einen guten Saisonabschluss feiern konnten. Auch als Kim zu den Finalspielen um die Norddeutsche Meisterschaft zu uns zurückkehrte, hat sie mit viel Elan mitgewirkt und sich richtig reingehauen. Ein Riesenkompliment haben sich die Mädels auch verdient, wie sie alles organisatorisch auf die Reihe kriegen. Stützpunkttraining, Training bei den Jungs und die Schule unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. Das haben sie wirklich toll gemacht."

An welches Spiel denkst du am liebsten zurück?

Marie-Louise Eta: "Am liebsten erinnere ich mich an das Finale. Das war bezeichnend für die ganze Saison, in der deutlich wurde, dass wir richtig viel Qualität in der Mannschaft haben und richtig guten Fußball spielen können. Wir hatten erneut eine immense Torgefahr, haben uns aber lange nicht mit Treffern dafür belohnt. Letztlich haben wir aber im Finale gezeigt, was wir können und haben ein starkes Spiel hingelegt."

Wie schwer fällt es dir, die Mannschaft zu verlassen?

Marie-Louise Eta: "Es fällt mir extrem schwer. Das war eine ganz besondere Zeit, die ich immer in Erinnerung behalten werde. Ich werde die Wege der Mädels weiterverfolgen und bin auch immer für sie da. Ich freue mich nun auf neue Herausforderungen. Ich möchte mich selbst weiterentwickeln, um dann die nächsten Schritte im Trainer-Bereich gehen zu können. Es war eine überragende Zeit, für die ich sehr dankbar bin. Speziell Birte Brüggemann danke ich, dass sie mir sofort das Vertrauen für diese Aufgabe geschenkt hat und mich einfach hat machen lassen. Ich konnte mich dadurch auch ausprobieren und als Trainerin entwickeln."