Ausgeschieden: Werder unterliegt dem SC Sand mit 0:1

Pokalaus im Viertelfinale

Diesmal reichte es nicht: Gegen den SC Sand war für Werder im Viertelfinale Endstation (Foto: Haß).
Frauen
Mittwoch, 15.03.2017 // 19:58 Uhr

Von Maximilian Prasuhn

Der Traum vom Finale in Köln ist ausgeträumt, Werders Frauen unterlagen im DFB-Pokal-Viertelfinale dem SC Sand mit 0:1 (0:0) und scheiden somit aus der diesjährigen Pokalrunde aus. 493 Zuschauer im Stadion auf "Platz 11" sahen ein lange Zeit ausgeglichenes Spiel, in dem die Grün-Weißen dem Erstligisten ordentlich Paroli boten. Wenige Torchancen auf beiden Seiten ließen die Partie vor allem in der ersten Halbzeit lediglich von der allgemeinen Pokalspannung leben. Im zweiten Durchgang erhöhte Sand den Druck merklich und kam schließlich zwölf Minuten vor Schluss zum 0:1. Zehn Minuten zuvor vergab noch Giovanna Hoffmann eine gute Möglichkeit. Trotz der Niederlage kann Werder auf eine tolle Pokalsaison zurückblicken und sich nun voll und ganz auf den angestrebten Aufstieg konzentrieren. WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel.

Höhepunkte der 1. Halbzeit

11. Minute: Ruhige Anfangsphase auf Platz 11, beide Teams warten ab und wollen nicht den ersten Fehler machen. Die Favoriten vom SC Sand erhöhen nun etwas den Druck, haben direkt hintereinander zwei Eckbälle. Der erste wird noch erfolgreich abgeblockt, der zweite landet nach Abschluss von van Bonn in den Armen von Pauels.

24. Minute: Werders Abwehr blockt den ein oder anderen Angriff des SCS erfolgreich ab und kann nun nach einer Ecke den Konter fahren. Blitzschnell landet der Ball über Hoffmann bei Scholz, die in den Fünfmeterraum flankt. Dort lauert Kapitänin Eta, die nur knapp per Kopf vergibt.

30. Minute: Ein Drittel des Pokalspiels ist rum. Der SC Sand mit leichten optischen Vorteilen auf dem Feld, der Erstligist ist etwas dominanter. Die Spielzüge bis in den grün-weißen Strafraum funktionieren soweit, dann aber kann die Werder-Abwehr um Schiechtl stets rechtzeitig klären. Auf der anderen Seite hat Werders Offensive Schwierigkeiten, mehrere Chancen herausspielen – die volle Konzentration gilt zunächst der kompakten Defensive.

45. Minute: Halbzeitpfiff! Mit einem 0:0 geht es in die Kabine. Werder zeigt eine engagierte Leistung und lässt hinten wenig anbrennen. Das geht aber auch auf Kosten der Offensive, die noch keine wirkliche Torgefahr entwickeln konnte.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Werder stemmte alles dagegen, schied am Ende aber dennoch aus (Foto: Haß).

48. Minute: Sand kommt druckvoll aus der Kabine. Chojnowski hat einen Freistoß aus rund 25 Metern vor sich, entscheidet sich für die gewaltvolle Variante. Den strammen Schuss kann Pauels nicht festhalten, den Nachschuss lenkt sie zur Ecke.

67. Minute: Vom SC Sand erspielt sich derzeit nicht die allergrößten Torchancen. Zeit für Werder, um selber mal offensiv aktiv zu werden: Nachdem Schiechtl gegen Burger hinten klärt, leitet sie gleichzeitig einen gefährlichen Konter ein. Der Ball landet bei Hoffmann, die an SC-Torfrau Sandvej scheitert.

68. Minute: Große Aufregung: Goddard zieht von der Strafraumgrenze ab, Caldwell blockt ihren Schuss ab. Spielerinnen und Fans der Grün-Weißen reklamieren Handelfmeter, doch die Pfeife der Schiedsrichterin bleibt stumm.

78. Minute: Tor für den SC Sand. Da spielt der Erstligist einfach seine ganze Klasse aus. Damjanovic schüttelt Ulbrich ab, legt mit viel Übersicht im Strafraum auf Burger quer, die den Ball unter die Latte ins Tor schießt. Rund eine Viertelstunde bleibt Werder noch, um das Ausscheiden abzuwenden.

81. Minute: Hui, fast der endgültige Pokal-K.O. für Werder! Damjanovic taucht nach einem langen Ball alleine vor Pauels auf, schießt knapp am Pfosten vorbei.

90. Minute: Aus! Werder unterliegt dem Erstligisten nach langem Kampf knapp mit 0:1 (0:0). Kurz vor dem Schlusspfiff traf Burger aus 16 Metern den Pfosten.

Stimmen zum Spiel

Steffen Rau: „Wir haben ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torraumszenen gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir aus dem Spiel heraus nichts zugelassen – darüber bin ich sehr zufrieden. Wir hatten zwar zwei, drei Möglichkeiten, aber nicht wirklich zwingend. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Möglichkeiten bekommen. Gegen Hoffenheim haben wir das entscheidende Tor kurz vor Schluss gemacht, heute Sand und das nehmen wir sportlich.“

Marie-Louise Eta: „Wir haben hier ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Das war eben auch wieder ein Erstligist. Wir hätten hier heute echt ins Halbfinale einziehen können. Sand hatte über 90 Minuten kaum große Chancen gehabt. Großes Kompliment an die Mannschaft, dass wir in drei Spielen gegen Bundesligisten so eine Leistung abrufen konnten.“

Pia-Sophie Wolter: „Die Chancen waren da, wir haben alles reingeschmissen. Wir können stolz auf uns sein, was wir in dieser Pokal-Saison geleistet haben. Aber jetzt ist natürlich die Enttäuschung da. Sand hatte es am Ende ein bisschen mehr verdient.“

Stephanie Goddard: „Es war ein offenes Spiel. Wir hatten am Ende noch unsere Chancen. Ich weiß nicht, ob wir am Ende noch ein Tor geschossen hätten. Die Enttäuschung ist natürlich da. Es ist diese Saison wirklich überragend gelaufen, jetzt können wir uns auf den Aufstieg konzentrieren.“

Die Statistik

Werder Bremen: Pauels – Wolter, Ulbrich, Schiechtl, Tóth – Eta, Scholz – Lührßen, König (73. Wichmann), Hoffmann (85. Volkmer) – Goddard

SC Sand: Schlüter - Santos de Oliveira, Sandvej, Igwe, Caldwell, Chojnowski (88. Meyer), van Bonn, Damnjanovic, Savin (64. Aschauer), Skorvankova, Burger

Tore: 0:1 Burger (78.)

Gelbe Karten: Ulbrich (47.)

Schiedsrichterin: Kathrin Heimann

Stadion "Platz 11": 493 Zuschauer