Vorfreude auf die Rückrunde steigt

Coach Steffen Rau im Interview

Coach Steffen Rau ist mit dem Trainingsfleiß seiner Mannschaft sehr zufrieden (Foto: Hansepixx).
Frauen
Dienstag, 14.02.2017 // 16:52 Uhr

Das Interview führte Marcel Kuhnt

Seit dem letzten Pflichtspiel der Werder-Frauen gegen Hoffenheim sind bereits 55 Tage vergangen. Eine lange Winter-Vorbereitung liegt hinter den Grün-Weißen und Coach Steffen Rau, der sich bereits auf den Rückrundenbeginn am Samstag gegen Arminia Bielefeld freut und ein positives Fazit zieht. "Es war insgesamt eine sehr gute Vorbereitung. Die Mannschaft wirkt sehr konzentriert und man merkt, dass sie dem Rückrundenstart entgegenfiebern“, sagt der Trainer.

Im Interview mit WERDER.DE spricht Trainer Steffen Rau über die zurückliegende Winter-Vorbereitung, die Testspiele und den Rückrundenauftakt am Samstag in Bielefeld:

Das Kombinationsspiel war ein wichtiger Trainingsschwerpunkt in der Vorbereitung (Foto: hansepixx).

WERDER.DE: Am Samstag beginnt endlich das Pflichtspieljahr 2017. Intensive Wochen der Vorbereitung liegen hinter der Mannschaft. Bist du mit der Vorbereitung zufrieden?

Steffen Rau: „Es war insgesamt eine sehr gute Vorbereitung. Die Spielerinnen hatten zunächst einen individuellen Plan, den sie meiner Einschätzung nach optimal umgesetzt haben. Auch die Trainingseinheiten in der Vorbereitung waren überwiegend positiv. Die Mannschaft wirkt sehr konzentriert und man merkt, dass sie dem Rückrundenstart entgegenfiebern.“

WERDER.DE: Wie spürst du das?

Steffen Rau: „Das Team strahlt eine positive Spannung aus. Trotzdem wird beim Training auch mal gelacht, was gut ist, da es dazugehört. Positiv ist, dass ich als Trainer die Spielerinnen nicht ständig pushen muss. Das macht die Mannschaft von allein. Außerdem stimmt mich das Tempo und die Einsatzbereitschaft, die in den Einheiten herrscht, positiv.“

WERDER.DE: Gab es in der Vorbereitung bestimmte Inhalte auf die besonders Wert gelegt wurde?

Steffen Rau: „Wir haben in den letzten Wochen versucht unser Kombinationsspiel weiter zu verbessern. Darauf wird auch in Zukunft der Fokus liegen. Ich glaube, dass wir besonders im Spielaufbau Fortschritte gemacht haben und dort noch variabler sind. Das konnte man schon in den Testspielen sehen.“

Das sind alles gute Ergebnisse.
Steffen Rau

WERDER.DE: Insgesamt gab es drei Testspiele. Ein torloses Unentschieden gegen die U 16-Junioren der SG Findorff, ein 12:0 gegen die ambitionierten Regionalliga-Frauen aus Delmenhorst und zuletzt ein 3:2-Erfolg in Gladbach. Mit den Ergebnissen kann man zufrieden sein, oder?

Steffen Rau: „Das sind alles gute Ergebnisse. Partien gegen Jugendmannschaften sind dabei immer sehr wertvoll, weil die Mannschaft bezüglich Handlungsschnelligkeit und Zweikampfverhalten besonders gefordert ist. Das Spiel gegen Delmenhorst war für uns nach drei intensiven Trainingstagen ein guter Abschluss. Obwohl wir nicht so stark gefordert wurden, haben die Mädels konsequent viele Chancen herausgespielt und schöne Tore erzielt. Gladbach war zum Ende der Vorbereitung nochmal ein echter Gradmesser. Zu Beginn waren wir leider im Umschaltspiel zu inkonsequent. Doch wir sind nach dem 0:2 nochmal zurückgekommen und haben das Spiel gedreht. Gerade in der zweiten Hälfte wurden viele Chancen erarbeitet, weshalb ich zufrieden bin.“

WERDER.DE: Bei den Testspielen wurden einige Spielerinnen auf anderen Positionen aufgestellt. Wie bewertest du diese „Experimente“?

Steffen Rau: „Natürlich setzt man manche Spielerinnen auch mal anders ein, da wir immer Alternativen auf den unterschiedlichen Positionen brauchen. Aber im Großen und Ganzen haben wir nicht so viel experimentiert.“

Maren Wallenhorst fehlt den Grün-Weißen weiterhin (Foto: Gloth).

WERDER.DE: Maren Wallenhorst konnte die Vorbereitung nicht mitmachen. Wie ärgerlich ist ihr Ausfall?

Steffen Rau: „Maren ist eine wichtige Spielerin. Allein wegen ihrer Art Fußball zu spielen, ihrem Willen und ihrer Schnelligkeit. Sie setzt sich in den Partien immer gut in Szene und erarbeitet sich Torchancen. Daher ist es sehr ärgerlich, dass wir auf sie verzichten müssen.“

WERDER.DE: Sandra Hausberger steht hingegen nach langer Verletzungspause wieder zur Verfügung. Wie planst du mit ihr?

Steffen Rau: „Sandra lebt von ihrer Einsatzbereitschaft und engagiertem Zweikampfverhalten. Sie wird in der Rückrunde mit Sicherheit eine Alternative für das Team sein.“

WERDER.DE: Wie wichtig wäre zum Rückrundenauftakt ein Sieg in Bielefeld?

Steffen Rau: „Ein Erfolg wäre natürlich optimal. Wir wollen in der Rückserie alle Spiele gewinnen. Da gehört das Spiel in Bielefeld nun mal dazu. Ich erwarte eine starke Bielefelder Truppe. Dennoch glaube ich, dass wir mit unserer Spielstärke in der Lage sind, dort zu gewinnen und erfolgreich in die Rückrunde zu starten.“

WERDER.DE: Erfolgreich war auch die bisherige Pokalsaison. Im Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen treffen wir jetzt auf den SC Sand. Ist die nächste Sensation möglich?

Steffen Rau: „Wir hoffen natürlich, dass es uns zum dritten Mal gelingt einen Erstligisten zu schlagen und weiterzukommen. In den Spielen gegen Potsdam und Hoffenheim haben wir gezeigt, dass wir mit solchen Gegner mithalten können. In den nächsten zwei Wochen müssen wir dieses Spiel aber aus den Köpfen bekommen. Die Konzentration muss auf den Spielen gegen Bielefeld und Gütersloh liegen. Denn der Aufstieg ist letztlich unser Hauptziel.“