Wie einst Diego

Cindy König in Torlaune

Trifft, wie sie will: Werder-Torjägerin Cindy König hat bereits fünf Tore auf ihrem Konto (Foto: Gloth).
Frauen
Dienstag, 18.10.2016 // 16:32 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Seit dem letzten Spieltag ist Cindy König wieder da angekommen, wo sie bereits am Ende der Saisons 2013/2014 und 2014/2015 war – an der Spitze der Torjägerinnen-Liste. Gerade steht sie dort nicht alleine. Insgesamt sechs Spielerinnen, darunter auch Teamkollegin Stefanie-Antonia Sanders, haben fünf Treffer auf dem Konto und führen das Ranking der 2. Frauen-Bundesliga Nord an. Eine Momentaufnahme, die der grün-weißen Torjägerin gar nicht so wichtig ist.

„Ich habe kein Problem damit, wenn ich die Torvorbereiterin bin. Natürlich möchte ich so viele Tore schießen wie möglich, um der Mannschaft zu helfen. Am Ende will ich aber einfach meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Team erfolgreich sind“, sagt König. Dass sie weiß, wo das Tor steht, bewies sie dennoch mehrfach. Auch schon in dieser Spielzeit. Neben ihren fünf Ligatreffern erzielte sie auch im DFB-Pokal bereits vier Tore.

Es passt ins Bild, dass die Zahl der Treffer bei Werders Rekordtorschützin wöchentlich steigt. Schon in den Jahren, wo sie die Torjägerinnen-Kanone in der 2. Frauen-Bundesliga Nord holte, verbesserte sie ihr Ergebnis von Saison zu Saison.

Während 2014 insgesamt 17 Treffer zu Buche standen, setzte sie 2015 mit 19 Toren noch zwei drauf. „Die beiden Wimpel zum Gewinn der Torjägerinnen-Kanone hängen noch in meiner Wohnung. Wenn am Ende der Saison ein weiterer dazukommt, sage ich nicht nein“, scherzt sie.

Trotz der vielen Tore, die sie in den vergangen Jahren für die Grün-Weißen erzielt hat, ist ihr der erste Treffer in der 2. Frauen-Bundesliga ganz besonderes in Erinnerung geblieben. Und nicht nur, weil es ihr erstes Tor war. „Ich habe  gegen den Magdeburger FFC erstmals in der zweiten Liga getroffen. Ich habe gesehen, dass die Torhüterin zu weit vor dem Tor stand. Darum habe ich von der Mittellinie einfach mal geschossen“, erzählt König und ergänzt: „Die heutige Nationaltorhüterin Almuth Schult stand damals im Tor.“