Werder klarer Außenseiter gegen Erstligist Essen

Stephanie Goddard trifft am Sonntag mit Werder auf ihren ehemaligen Verein.
Frauen
Donnerstag, 25.09.2014 // 13:25 Uhr

Die Rollen in diesem Duell sind klar verteilt. Gegen den aktuellen Tabellenfünften der 1. Liga gehen die Grün-Weißen als klarer Außenseiter in das Rennen. Das sieht auch Werder-Trainerin Chadia Freyhat so: „In diese Begegnung können wir ohne jeden Druck gehen. Essen ist der klare Favorit." Diese Meinung teilt auch Mannschaftskapitänin Stephanie Goddard, die von 2009 bis 2011 selbst einst das Trikot von Essen getragen hat: „Wir haben doch nichts zu verlieren. Alle erwarten einen Sieg von Essen."

+++ Ein Hauch der Allianz-Frauen-Bundesliga weht am kommenden Sonntag, 28.09.2014, an der Weser. Denn Werders Fußballerinnen empfangen in der 2. Runde des DFB-Pokals um 12 Uhr den Bundesligisten SGS Essen im Stadion „Platz 12".

Doch vielleicht ist es genau diese Außenseiterrolle, die den Bremerinnen ein wenig Mut macht: „Wenn wir die wenigen Torchancen nutzen, die Essen vielleicht zulassen wird und wir genauso geschlossen auftreten, wie in den vergangenen Wochen, können wir vielleicht für eine Überraschung sorgen."

In der vergangenen Saison standen sich beide Teams im Sommer und im Winter in zwei Testspielen gegenüber: Einmal rang Werder dem DFB-Pokal-Finalisten von 2014 ein Unentschieden (1:1) ab, das zweite Aufeinandertreffen ging mit 1:0 an Essen. „Das waren für uns ordentliche Ergebnisse. Daher werden wir uns auch dieses Mal sicher nicht verstecken", erklärt Trainerin Chadia Freyhat.

Die SGS Essen, bei der mit Linda Dallmann, Madeline Gier und Margarita Gidion drei U 20-Weltmeisterinnen im Kader stehen, spielt bislang eine gute Bundesliga-Saison und belegt nach zwei Siegen und zwei knappen Niederlagen den 5. Platz.

Einen Hinweis hat Werder für alle Zuschauer, die sich diesen Pokal-Leckerbissen hoffentlich nicht entgehen lassen möchten. Da im Pokalwettbewerb die Einnahmen geteilt werden, darf Werder seinen Mitgliedern am Sonntag leider keinen freien Eintritt gewähren. Dennoch sind die Eintrittspreise fanfreundlich gestaltet: Ein Stehplatz ist bereits für 3 Euro erhältlich, ein Sitzplatz kostet einen Euro mehr.


Norman Ibenthal