Werder-Frauen verpassen Überraschung im Pokal

Pia-Sophie Wolter (l.) und Co. wurden von der SGS Essen zwar keinesfalls schwindelig gespielt, verlieren aber dennoch 1:5.
Frauen
Sonntag, 28.09.2014 // 14:52 Uhr

Die Überraschung blieb aus. Werders Fußballerinnen sind im DFB-Pokal ausgeschieden. Nach einem ordentlichen Auftritt mussten sich die Grün-Weißen dem Favoriten SGS Essen mit 1:5 (0:2) geschlagen geben...


Die Überraschung blieb aus. Werders Fußballerinnen sind im DFB-Pokal ausgeschieden. Nach einem ordentlichen Auftritt mussten sich die Grün-Weißen dem Favoriten SGS Essen mit 1:5 (0:2) geschlagen geben.

Aufstellung: und Formation: Trainerin Chadia Freyhat veränderte ihre 4-4-2-Stammformation auf zwei Positionen. Im Tor durfte Maria Doll für Anna Bockhorst ran. Außerdem rotierte Karla Kedenburg in die Innenverteidigung. Lisa-Marie Scholz rückte dafür in das defensive Mittelfeld vor. Meggie Schröder nahm dafür auf der Bank Platz. 

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Spielhöhepunkte:

5. Minute: Das ging (zu) schnell. Nach einer Unaufmerksamkeit der Bremer Defensive sind die Gäste direkt zur Stelle. Lena Dallmann trifft aus zentraler Kurzdistanz zum 1:0.

6. Minute: Chance für Werder. Cindy König hat etwas Platz und zieht aus 18 Metern trocken ab. Der Ball fällt direkt in die Arme der SGS-Torfrau.

11. Minute: Das 2:0 für Essen. Nach einem Essener Angriff will Wolter die Situation klären und köpft zu Doll. Der Ball wird zur Bogenlampe, Doll hat entsprechend Probleme und dann ist der Ball im Netz. Ein ganz bitteres Ding für Werder.

30. Minute: Fast das 3:0, aber ein strammer Schuss der SGS donnert nur an den rechten Pfosten. Doll wäre vermutlich aber auch zur Stelle gewesen.

45. Minute: Ina Lehmann findet im Strafraumgewühl den Abschluss, aber Doll pariert gut und bewahrt ihr Team vor einem höheren Rückstand.

50. Minute: Irini Ioannidou mit der ersten Chance für die SGS nach der Pause. Der Ball segelt über die Latte.

71. Minute: Essen ist dem 3:0 deutlich näher. Maria Doll und Michelle Ulbrich retten in höchster Not.

72. Minute: Da ist es passiert. Das 3:0 für die SGS, die mehr investiert und durch Dallmann nachlegt.

73. Minute: Nur noch 1:3! Werder gibt nicht auf. Jessica Golebiewski haut die Kugel aus spitzem Winkel in die Maschen, nachdem König kurz zuvor mit einem Lattenknaller gescheitert war.

78. Minute: Caroline Hartmann stellt den alten Spielstand wieder her und schiebt nach gutem Zuspiel zum 4:1 ein.

83. Minute: 5:1 für Essen. Margarita Gidion trifft ebenfalls aus halbrechter Position per Flachschuss. Maria Doll machtlos.

90. Minute: Abpfiff.

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Analyse
Auffälligkeiten:

 - In der Offensive agierte Werder wie gewohnt engagiert und laufstark. Allein der Spielwitz fehlte, weil Essen wenig bis gar nichts zuließ. Wallenhorst, Goddard, König und Co. rieben sich auf, blieben aber erfolglos.

 - Bremens Defensive war die schwere Aufgabe gegen den Erstligisten mitunter deutlich anzumerken. Viele kleine Unsicherheiten waren die Folge.

 - Spätestens, als Freyhat Mitte der zweiten Halbzeit das Spielsystem änderte und auf Dreierkette umstellte, war die Marschroute klar: Alles oder Nichts. Gehts gut, feiert Werder eine große Party. So bleibt es bei dem Versuch, wenigstens alles probiert zu haben. 

Szene des Spiels: Das Gegentor zum 0:2. So unglücklich alle Beteiligten dabei auch aussahen - es war ein Knackpunkt der Partie.

Das sagt Trainerin Chadia Freyhat: „Das Ergebnis fällt vielleicht ein, zwei Tore zu hoch aus. Aber gut, das ist Pokal und ich habe das auch in Kauf genommen. Gegen Ende haben wir hinten aufgemacht, nur noch mit Dreierkette gespielt und vorne eine weitere Spielerin installiert. Das ist dann die bittere Pille, die du schluckst, wenn der Plan nicht aufgeht.

Fazit: Trainerin Freyhat sagte es bereits: Das Ergebnis fällt zu hoch aus. Das 1:5 ist bitter. Dennoch: Werder machte eine ordentliche Partie gegen den Favoriten, der seiner Rolle gerecht wurde. Jetzt heißt es "wieder aufsehen"! In zwei Wochen kommt es in der 2. Bundesliga zum Spitzenspiel zwischen Meppen (1) und Werder (2).

Von Cord Sauer

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Statistik:

Werder Bremen: Doll - Schiechtl (85. Hausberger), Kedenburg (57. Moelter), Ulbrich, Schacher - Scholz, Wallenhorst, Eta, Wolter (72. Golebiewski) - Goddard, König

SGS Essen: Weiß - Lehmann, Janssen, Ostermeier, Sahlmann (61. Freutel) - Martini, Klasen, Dallmann, Ioannidou, Doorsun-Khajeh - Hartmann (76. Hamann), Högner

Tore: 0:1 Dallmann (5.), 0:2 Wolter (ET., 11.), 0:3 Dallmann (72.), 1:3 Golebiewski (73.), 1:4 Hamann (78.), 1:5 Gidion (83.)

Gelbe Karten: Sahlmann (SGS)
Schiedsrichterin:
Hussein (Bad Harzburg)
Zuschauer:
184