Werder verliert in Leipzig

Werder-Trainerin Chadia Freyhat am Grübeln. Ihre Mannschaft ist meist das überlegende Team, doch nicht immer ist dies im Endresultat auf dem Papier zu erkennen.
Frauen
Sonntag, 27.10.2013 // 17:43 Uhr

Im Vergleich zum Neuendorf-Spiel änderte Werders Coach Chadia Freyhat auf zwei Positionen. Für Meggie Schröder rutschte Michelle Ulbrich in die Anfangsformation und für Daniela Schacher spielte Anna Mirbach. Die Bremerinnen hatten die deutlich höheren Spielanteile, versäumten aber, daraus Kapital zu schlagen. Leipzig war an diesem Sonntagnachmittag etwas bissiger in den Zweikämpfen und effizienter bei der Torausbeute. Nach 15 Minuten musste Werder-Torhüterin Jennifer Martens die Kugel das erste Mal aus dem Netz holen: Christina Naussee nutzte Unstimmigkeiten in der Hintermannschaft der Bremerinnen aus und brachte ihr Team mit 1:0 in Führung (16.). Die Grün-Weißen steckten jedoch nicht auf und ließen Gegner und Ball laufen, jedoch ohne, dass etwas Zählbares dabei herumkam. Mit dem 0:1-Rückstand ging es dann in die Kabine.

Die Achterbahnfahrt der Grün-Weißen geht weiter. Nach dem überzeugenden 7:1-Kantersieg am vergangenen Wochenende über den SV BW Hohen Neuendorf musste die Mannschaft von Werder-Trainerin Chadia Freyhat einen Rückschlag am 6. Spieltag der 2. Bundesliga Nord hinnehmen. Mit 0:2 (0:1) verlor der Klub von der Weser beim FFV Leipzig und rangiert jetzt mit weiterhin 6 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz.

Nach dem Wiederanpfiff war ein ähnliches Bild wie in Hälfte eins zu sehen. Doch am heutigen Tag sollten die Grün-Weißen nicht für ihre Bemühungen belohnt werden. In der 55. Spielminute scheiterte Maren Wallenhorst an Sandra Schuhmann. Knapp 20 Minuten später war dann etwas Pech dabei, denn Jessica Golebiewskis Schuss rauschte haarscharf am Gehäuse der Gastgeberinnen vorbei (74.). Ein paar Augenblicke später machte es Leipzig den Grün-Weißen dann vor und traf zum 2:0. Lysann Schneider war die Torschützin, die eine Unachtsamkeit in der Abwehr der Grün-Weißen ausnutzte (75.). Es war der gefühlt zweite Schuss auf das Tor von Jennifer Martens. Zehn Minuten später fiel dann fast das 3:0, aber Werders Keeperin bewahrte ihren Klub vor einem höheren Rückstand (86). Im Gegenzug zappelte dann auch das Netz vom FFV, doch der Treffer von Cindy König wurde nicht gegeben, da sie im Abseits stand (86.). Kurz darauf war auch Schluss in Leipzig.

„Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert und verpasst, das Tor zu schießen. Wir müssen in Zukunft kaltschnäuziger vor dem gegnerischen Tor sein", so Werder-Trainerin Chadia Freyhat nach dem Schlusspfiff zu der Leistung ihres Teams.

Nächsten Sonntag, 03.11.2013, steht dann ein echtes Highlight auf dem Programm für Werders Frauen. Die Mannschaft von Chadia Feyhat trifft dann auf den Tabellenzweiten SV Meppen. Mit einem Sieg könnte man den Abstand auf 3 Punkte reduzieren.

Manuel Cassens

FFV Leipzig: Schuhmann - Gäbler (39. Schneider), Pfretzschner, Hermann, Horn (62. Heller), Görner, Reichenbach, Birne, Nauesse, Janitzki, Lübcke

Werder Bremen: Martens - Moelter, Danner, Scholz, Schiechtl - Ulbrich, Mirbach (46. Wilde), Golebiewski, König, Wallenhorst (60. Timmermann) - Goddard

Tore: 1:0 Nauesse (16.), 2:0 Schneider (75.)

Gelbe Karten: Görner (Leipzig) - Scholz (Werder)

Schiedsrichterin: Annette Raith (Stein)

Zuschauer: 160