Werder beschenkt sich mit drei Punkten in Magdeburg

Stephanie Goddard freut sich mit Lisa-Marie Scholz über den Erfolg in Magdeburg.
Frauen
Sonntag, 31.03.2013 // 17:00 Uhr

Es war ein zäher Beginn. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst in der ersten Halbzeit ab, ohne dabei gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen. Werder spielte bis zum Strafraum einen ordentlichen Ball, doch der letzte Zug zum Tor fehlte. Trotz Feldüberlegenheit der Grün-Weiße waren es die Gastgeberinnen, die zu der ersten Torchance des Spiels kamen. Anne Bartke setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und legte zurück auf Melissa Krakowski, die aus acht Metern aber an der am heutigen Tag gut aufgelegten Werder-Keeperin Jennifer Martens scheiterte (27.). Wenige Spielminuten später ließ Werder dann ein Teil seiner Offensivqualität aufblitzen: Anna Mirbach bediente Cindy König am Sechzehner aber ihr Flachschuss stellte die FFC-Torhüterin Eva Lotta Ravn nicht vor größere Probleme (34.). Bis zur Halbzeit konnte sich dann keiner der Mannschaften wirklich zwingend durchsetzen, so dass es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabine ging.

Auf der Suche nach drei Punkten ist Werder Bremen am Ostersonntag beim Magdeburger FFC fündig geworden. In einer schleppenden, eigentlich fairen und ruhigen 2. Bundesligapartie setzte sich der Klub von der Weser verdient mit 1:0 (0:0) durch und bescherte sich und seinen Fans das wohl schönste Ostergeschenk am heutigen Tage - 3 Punkte. Einzig und alleine die Unparteiische brachte durch ihre zweifelhaften Entscheidungen auf beiden Seiten immer wieder Unruhe in die Partie.

Werder kommt mit Paukenschlag aus der Kabine

Werder-Trainerin Birte Brüggemann schien ihre Mannschaft in der Pause gut eingestellt zu haben, denn nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff ging es gleich mit einem grün-weißen Paukenschlag los: Stephanie Goddard wurde mit einem langen Ball bedient. Alleine vor Magdeburgs heraustürmenden Torfrau Ravn bewahrte Werders Nummer 23 einen kühlen Kopf, tunnelte Ravn und schob dann locker in das leere Tor ein (50.). Nach dem fulminanten Start schalteten die Werderanerinnen erstmal einen Gang zurück, ohne jedoch dabei die Kontrolle aus dem Spiel zu verlieren. 20 Minuten nach dem 1:0 hätten die Grün-Weißen beinahe die Führung erhöht, aber Stephanie Goddard scheitete mit ihrem Kopfball an Eva Lotta Ravn (70.). Fast im Gegenzug fing sich dann Brüggemanns-Team den Ausgleich, doch Stephanie Träbert verfehlte haarscharf - nach Vorarbeit von der eingewechselten Daniela Schuster - das Ziel (71.). Es war jetzt die stärkste Phase des Magdeburger FFC. Nur ein paar Angriffe später war wieder Daniela Schuster beteiligt, doch ihr Abschluss aus 16 Metern ging am Tor vorbei (75.).

Der Klub aus dem Osten wurde in der Folgezeit immer offensiver. Werder stand gut und ließ keine nennenswerten Möglichkeiten zu. Für die Grün-Weißen boten sich Kontersituationen, die man letztendlich aber nicht in letzter Konsequenz zu Ende spielte. In der 90. Minute warf Magdeburg dann alles nach vorne - samt Torhüterin Ravn. Die Tormöglichkeit blieb aus - und für Werder gab es die Chance den Ostersack zu zumachen, aber Stephanie Goddard verfehlte das leere Tor aus 30 Metern. Es war die letzte Möglichkeit, denn kurz darauf war Schluss in Magdeburg - und Werder kann sich über ein gelungenes Osterfest freuen.

Nächste Woche Sonntag: Topspiel gegen Cloppenburg

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie unter solchen widrigen Bedingungen die Situation so gut angenommen hat. Es war nicht immer einfach für beide Mannschaften bei den Schiedsrichter-Entscheidungen so ruhig zu bleiben. ", findet Werder-Trainerin Birte Brüggemann lobende Worte für ihr Team und ordnet den Sieg unter der Kategorie: „dreckiger Arbeitssieg" ein.

Nächste Woche kommt es dann zum Top- und Nachholspiel in der 2. Bundesliga. Am Sonntag, 07.04.2013, muss Werder um 14 in der TimePartner-Arena beim BV Cloppenburg antreten. 

Manuel Cassens

Magdeburger FFC: Ravn - Mücke, Kaiser, Seidler, Krakowski, Beinroth, Stein (55.Schuster), Barkte (81. Piatkowski), Rath, Gabrowitsch, Trabert

Werder Bremen: Martens - Moelter, Danner, Scholz, William - Schröder, Mirbach (62. Schacher), Golebiewski, König (80. Timmermann), Wilde - Goddard

Tore: 0:1 Goddard (50.)

Schiedsrichterin: Inka Müller-Schmäh (Potsdam)

Zuschauer: 111