Werder-Trio wird Zweiter beim Leo-Award

Maren Wallenhorst, Lisa-Marie Scholz und Lea Notthoff zusammen mit Kristina Gessat (re.).
Frauen
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Es war ein glamouröser Abend im Kurhaus in Bad Rothenfelde. Kein Wunder, schließlich wurden auf der 2. Osnabrücker Nacht des Sports der begehrte Leo-Award vergeben - die Auszeichnung für alle Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften aus der Region Osnabrück...

Es war ein glamouröser Abend im Kurhaus in Bad Rothenfelde. Kein Wunder, schließlich wurde auf der 2. Osnabrücker Nacht des Sports der begehrte Leo-Award vergeben - die Auszeichnung für alle Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften aus der Region Osnabrück.

Auch ein grün-weißes Trio aus Bremen hatte sich auf den Weg nach Niedersachsen gemacht. Werders Fußballerinnen Lea Notthoff, Lisa-Marie Scholz und Maren Wallenhorst stammen gebürtig aus dem Osnabrücker Land und waren an diesem Abend als Trio für den Leo des „Team des Jahres 2010" nominiert. Zum Sieg hat es am Ende leider nicht gereicht. Hinter den Basketballerinnen der OKE Panthers belegten die Grün-Weißen jedoch den zweiten Platz: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen und wären mit dem Leo nach Hause gegangen. Doch es war für uns schon eine Ehre, überhaupt nominiert worden zu sein", sagte Maren Wallenhorst nach der Vergabe.

Für die drei Fußballerinnen war es auch ohne den Gewinn des Leos ein gelungener Abend: „Die Platzierung ist doch gar nicht so wichtig. Ich finde es viel schöner, dass an uns überhaupt gedacht wurde. Schließlich sind wir ja schon ein paar Jahre nicht mehr so präsent in Osnabrück. Da freut man sich, wenn die Heimat an einen denkt", so Lea Notthoff, die sich bei allen Fans und Freunden bedankte, die für sie und ihre Mitspielerinnen gestimmt hatten.

Von Enttäuschung über den zweiten Platz also keine Spur. Ganz im Gegenteil: Die drei Werderanerinnen freuten sich mit dem Gewinnerteam: „Sie haben diesen Titel verdient. Der Frauenfußball steht schon nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Das ist sicherlich beim Frauen-Basketball nicht viel anders. Daher ist es doch sehr schön, wenn sie für ihre Leistungen in so einem tollen Rahmen gewürdigt werden", so Lisa-Marie Scholz, die wie ihre Mitspielerinnen den Abend nutzte, um bekannte Gesichter wiederzusehen und alte Kontakte neu aufleben zu lassen: „So oft kommen wir durch unsere Spiele am Wochenende auch nicht mehr nach Hause. Daher ist es schön, wenn man den einen oder anderen aus dem Sport, Schule oder Freundeskreis bei so einem Anlass wiedersieht. Das war ein sehr schöner Abend."

So fand sich unter den weiteren Nominierten auch eine ehemalige Mitspielerin des Werder-Trios wieder: Kristina Gessat. Wie schon im Vorjahr, als die 20-Jährige zu Osnabrücks Sportlerin des Jahres gewählt wurde, stand sie auch dieses Mal in der weiblichen Einzelkategorie wieder zur Wahl. Doch auch als U 20-Weltmeisterin musste sie sich der Konkurrenz aus dem Basketballteam (Stefanie Grigoleit) geschlagen geben. Bei den männlichen Einzelsportlern schaffte es mit VfL-Profi Konstantin Engel ebenfalls ein Fußballer nur auf Platz zwei. Hier gewann Rad-Profi Julian Hellmann. Insgesamt wurde der Leo-Award in zehn Kategorien vergeben.

Norman Ibenthal