Strich durch Vorurteile - DFB, Bundesliga und Politik starten gemeinsame Integrationsinitiative

Auch der SV Werder setzt sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung ein (Foto: Müller).
Fankurve
Freitag, 20.03.2015 // 12:51 Uhr

Der deutsche Fußball setzt ein Zeichen für Vielfalt und Respekt. Ausgehend von der Bundesliga-Stiftung haben der Profifußball und der Deutsche Fußball-Bund die Integrationsinitiative des deutschen Fußballs ins Leben gerufen. Mit der Unterstützung von Schirmherrin Adyan Özoðuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, soll ein Beitrag zur besseren Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte geleistet werden.

Das Thema Integration rückt der Profifußball mit seiner Stiftung seit vielen Jahren immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Dieses Jahr verbindet, wie bereits 2012 mit Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und unter dem Motto „Geh Deinen Weg", wieder ein Aktionsspieltag die Netzwerke des Fußballs mit jenen von Politik, Wirtschaft und Medien. Den 26. Spieltag der Bundesliga und 2. Bundesliga vom 20. bis 23. März hat der Profifußball zum Integrationsspieltag ausgerufen. An allen 18 Spielorten laufen die Spieler in T-Shirts mit dem Kampagnenclaim „Mach einen Strich durch Vorurteile" ein, der während des Spiels durch zusätzliche Badges auf dem rechten Trikotärmel der Spieler und der Trikotbrust der Schiedsrichter präsent ist. Die Einlaufkinder tragen Nationalflaggen in Form kleiner Fähnchen und repräsentieren damit die Vielfalt der Bundesliga und 2. Bundesliga mit Spielern aus mehr als 50 Nationen. Durch die gemeinsame Präsentation eines Banners machen die Protagonisten vor Spielbeginn deutlich, dass sie gegen Fremdenfeindlichkeit und für ein respektvolles Miteinander einstehen.

Eine breit angelegte Kampagne transportiert bundesweit den Appell „Mach einen Strich durch Vorurteile!". Er ruft dazu auf, sich selbst kritisch zu hinterfragen: Welche Vorurteile habe ich gegenüber anderen? Jeder Einzelne ist dazu angehalten, Diskriminierung und Ausgrenzung entschlossen entgegenzutreten. Printanzeigen und TV-Spots tragen die Botschaft bis Saisonende weit über die Grenzen der Stadien hinaus in die Gesellschaft hinein. Einen Beitrag hierzu leisten auch einige Partner der Bundesliga und der Clubs, die am Integrationsspieltag Werbe- und Sponsorenflächen zur Verfügung stellen. So ist zum Beispiel auf der Ballstele anstelle des Logos des offiziellen Premium-Partners der Bundesliga Hermes das Logo des Spieltags angebracht.

Die Integrationsinitiative soll nicht nur auf das Thema Integration aufmerksam machen, sondern auch aktiv dazu beitragen, die Situation von Flüchtlingen in Deutschland zu verbessern. Daher etablieren Bundesliga-Stiftung und Clubs bundesweit Willkommensbündnisse unter Trägerschaft der Deutsche Kinder und Jugendstiftung. Durch lokale Bildungsträger, bürgerschaftliche Initiativen und kommunale Akteure sollen damit Flüchtlinge über den organisierten Fußball hinaus in die Gesellschaft integriert werden. Unterstützt und gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoðuz.

Weitere Informationen zur Integrationsinitiative des deutschen Fußballs gibt es unter www.strich-durch-vorurteile.de. Auf Twitter bündelt der Hashtag #StrichDurchVorurteile die Kommunikation zur Initiative.