SVW wehrt sich gegen Pyrotechnik im Stadion

Emotionen und Leidenschaft können auch ohne pyrotechnische Erzeugnisse ausgelebt werden.
Fankurve
Donnerstag, 03.11.2011 // 18:12 Uhr

Der Widerstand gegen den verbotenen Einsatz von Pyrotechnik wird weiter intensiviert. Am Donnerstagnachmittag bestätigten die Grün-Weißen, dass sie ihre Ankündigung umgesetzt haben, den Tribünen-Besucher, dem der Einsatz von Pyrotechnik im DFB-Pokalspiel beim 1. FC Heidenheim nachgewiesen werde konnte, zur Kasse zu bitten.

In dieser Woche konnte eine rechtswirksame Vereinbarung mit dem Fan erwirkt werden. Er wird nun die 4.000 Euro Strafe zahlen, die der DFB nach der Partie verhängt hatte.

"So werden wir auch in Zukunft verfahren. Alle Besucher eines Fußballstadions haben das Recht, ein Spiel ohne Gefährdung zu verfolgen. Von dieser Einstellung haben wir in Deutschland in der Vergangenheit profitiert. Emotionen und Leidenschaft lassen sich auch ohne Pyrotechnik ausleben", so Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer.

Aber auch präventiv wird im Weser-Stadion künftig intensiver gegen Pyrotechnik im Fanblock vorgegangen. Am kommenden Wochenende setzt die Polizei erstmals Hunde zum Aufspüren entsprechender Stoffe bei der Kontrolle vor dem Zugang zum Weser-Stadion ein. Die Tiere unterstützen die Sicherheitskräfte am Samstagnachmittag ausschließlich vor dem Gästeblock. "Leider ist es in der Vergangenheit immer wieder passiert, dass gerade in den Gästeblocks der Bundesliga der gefährliche Einsatz von Pyrotechnik zu sehen war, so auch im Weser-Stadion. Wir werden unsere Maßnahmen weiter verschärfen und wollen mit dem Einsatz der Hunde wichtige Erfahrungen sammeln, in wieweit der Schmuggel dieser gefährlichen Erzeugnisse verhindert werden kann", so Werders Sicherheitsbeauftragter Lars Mühlbradt.

Bundesligaweit ist diese Maßnahme keine Neuerung. Unter anderem beim 1. FC Köln wird ebenfalls der Gästefanblock mit Unterstützung der speziell ausgebildeten Hunde kontrolliert. "Für die Tiere ist der Einsatz im Stadion nichts Neues. Es wird auf die selben Hunde zugegriffen, die auch in Köln im Einsatz sind", so Mühlbradt.