7 Tage "Trikot on Tour": Verrücktes im "Heimspielland"

Nur eine von vielen Zwischenstationen des neuen Heimtrikots: Eine Schaafweide.
Fankurve
Mittwoch, 06.07.2011 // 20:31 Uhr

Eine Woche läuft die Aktion "Werder-Trikot on tour" bereits. Eine Woche ist es getauscht, bestaunt, bewertet, gezogen werden. Eine Woche Sonne, Regen, Gewitter. Mal Asphalt, mal Feldweg, mal Bootssteg. Mal Einkaufsmeile, mal Düne, mal Großstadt, mal Dorfteich.

Eine Woche läuft die Aktion "Werder-Trikot on tour" bereits. Eine Woche ist es getauscht, bestaunt, bewertet, gezogen werden. Eine Woche Sonne, Regen, Gewitter. Mal Asphalt, mal Feldweg, mal Bootssteg. Mal Einkaufsmeile, mal Düne, mal Großstadt, mal Dorfteich. Immer neue Gesichter! Nach sieben Tagen bekommt unser "Trikot on Tour" etwas ganz Besonderes. Ein Tag Norderney! 90 Minuten Fußball gucken, einfach mal auf einem Körper bleiben.

"Die erste Woche hatte es in sich. Das Trikot hatte ein Heimspiel. Es wird einem bewusst wie Werder-verrückt der ganze Nordwesten ist", sagte am Mittwochabend Bano Diop, von der Agentur Drewes & Keretic, der die Trikottour mit dem "Werder-Trikot on tour"-Volkswagen begleitet. Er ist mit seinem dreiköpfigen Team immer dabei. "Es ist ein tolles Projekt, weil man eine unheimliche Vielfalt an Menschen und Orten erlebt. Alle unterschiedlich, alle vereint durch das Werder-Virus", berichtet der 25-Jährige, der das Trikot an der Alster bewachte und dort auf spontane Trikottauscher vom Hamburger "Schlagermove" traf oder bei Dodenhof die Werder-Profis Clemens Fritz und Mehmet Ekici beim Trikottausch begrüßte.

Diop beschattete das Trikot in der Werder-Geschäftsstelle als viele Mitarbeiter ihren Erstkontakt mit der neuen Kampfkleidung der Profis hatten, und auf einer Weide irgendwo in Schleswig-Holstein. "Auch an Punkten, wo wir gar keine offiziellen Strecken ausgeschrieben hatten, warteten die Menschen auf uns, wollten mittauschen, das Trikot ein paar Meter tragen, einfach dabei sein. So wie der Mitarbeiter der Pizzeria Beirut in Norden, kurz vor unserer Überfahrt auf die Insel."

Die "Werder-Trikot on tour" ist auch eine Aktion über alle Altersgrenzen hinaus. "Wir hatten mit Abiturienten und Rentnergruppen Kontakt. Mit Schulklassen und ganzen Familien. Mit Busfahrern und heute auch mit zahlreichen Gästen auf der Fähre nach Norderney. Am vergangenen Wochenende übernahm bei Cuxhaven ein junges Pärchen mit ihrer neun Wochen alten Tochter das Trikot", berichtet Diop, der abends mit seiner Crew und dem Trikot müde ins Bett fällt.

Einige Trikot-Kilometer musste in den ersten sieben Tagen auch Schaufenster-Puppe "Ingo" aus der Werder Bremen Fanwelt im Weser-Stadion übernehmen. Sie sitzt geduldig auf dem Rücksitz des Tourwagens, eines neuen Golf Cabrios, und bekommt immer dann das Trikot übergestreift, wenn kein Läufer am vereinbarten Treffpunkt erscheint. "Das passiert selten, weil sich oft auch spontane Aushilfen vor Ort finden, aber hin und wieder muss Ingo das Heimtrikot tragen", so Diop, der sich auf die Erlebnisse in den kommenden drei Wochen freut.

Nach sieben Tagen legte das Werder-Trikot bis Norderney genau 329 Kilometer auf den Körpern seiner grün-weißen-Anhänger zurück. Dabei wurden 408 Tauschaktionen gezählt. "Jetzt weiten wir die Etappen wie angekündigt aus, sind auch in ganz anderen Regionen unterwegs", erzählt Diop. Parallel zu den Profis geht es in der kommenden Woche auch nach Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. So gehören Halberstadt (11.07.), Weimar und Erfurt (12.07.), Chemnitz (14.07.), Leipzig (15.07.) und Radeberg (16.07.) zu den Tourstationen. Strecken sind überall noch frei.

Von Michael Rudolph