"Wir werden herzlich aufgenommen"

Interview mit Julia Düvelsdorf

Julia Düvelsdorf begleitet die Fanreise ins Zillertal Jahr für Jahr (Foto: WERDER.DE).
Fankurve
Dienstag, 13.06.2017 // 13:14 Uhr

Im Juli gastiert der SV Werder wieder im Zillertal. Schon zum sechsten Mal in Folge findet das Trainingslager der Grün-Weißen vor dem atemberaubenden Alpenpanorama in Zell am Ziller statt. Die Werder-Fans begleiten ihren Verein seit Beginn an in die Alpen und somit geht auch die traditionelle Fanreise vom 06. bis 13.07.2017 ins sechste Jahr. 

WERDER.DE hat mit Julia Düvelsdorf, Leiterin der Abteilung Fan- und Mitgliederbetreuung, gesprochen. Sie organisiert die Fanreise und reist selbst mit den Werder-Fans nach Österreich.

WERDER.DE: Die Vorbereitungen auf die diesjährige Fanreise ins Zillertal laufen auf Hochtouren. Wie ist der Stand der Dinge?

Julia Düvelsdorf: „Wir haben schon jetzt eine Rekordanmeldezahl, allein über den Tourismusverband haben sich doppelt so viele angemeldet wie im Vorjahr! Insgesamt können wir mit rund 700 bis 800 Werder-Fans rechnen, die verteilt über die Woche im Zillertal sein werden. In den vergangenen Jahren sind es kontinuierlich mehr geworden. Es hat sich unter den Werder-Fans herumgesprochen, dass die Reise ins Zillertal lohnt und wir immer herzlich aufgenommen werden. Weitere Gründe sind vermutlich die attraktiven Testspielgegner Ajax Amsterdam und Wolverhampton Wanderers in diesem Jahr sowie natürlich auch die Schulferien in Bremen und Niedersachsen.“

WERDER.DE: Was erwartet die Fans in diesem Jahr?

Julia Düvelsdorf: „Das Programm der letzten Jahre haben wir Stück für Stück verfeinert und optimiert. Natürlich gibt es auch in diesem Sommer neben den Testspielen wieder die beliebte Fanwanderung, den Werder-Talk mit Vertretern des Vereins, unter anderem Präsident und Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald, sowie den Grillabend mit einigen Spielern.“

Auch den Talk mit Werder-Vertretern wird es in diesem Jahr wieder geben (Foto: WERDER.DE).

WERDER.DE: Gibt es neben den bekannten Programmpunkten 2017 auch neue Highlights, auf die sich die Teilnehmer freuen können?

Julia Düvelsdorf: „Ja, definitiv! Zum Beispiel wird unser Ehrenpräsidenten Klaus-Dieter Fischer einen Vortrag halten. Außerdem ist erstmals Rafting geplant - wenn sich denn genügend Mutige finden (lacht). Das Fanfußballspiel, das letzten Sommer Premiere feierte, wird dieses Jahr zudem in einem Turniermodus auf einem professionellen Platz in Aschau ausgetragen.“

WERDER.DE: Was macht die Fanreise ins Zillertal so einmalig?

Julia Düvelsdorf: „Vor allem das Gefühl, willkommen zu sein. Zell hat einen kleinen Dorfkern und für eine Woche gehört man als Werderaner vollkommen dazu. Man läuft sich über den Weg, lernt die Menschen kennen und kann die wirklich beeindruckende Landschaft erleben. Als Norddeutsche musste ich mich schon erstmal an die Berge gewöhnen, aber mittlerweile freue ich sehr auf die Reise und das Zillertal. Für die Fans ist neben den Programmpunkten natürlich die Nähe zu den Werder-Profis einzigartig und vielen gefällt auch, dass das Programm freiwillig ist. Man hat also auch mal einen Tag zur freien Verfügung und muss nicht alles mitmachen. Außerdem höre ich immer wieder, dass es auch spannend ist, das Team ums Team bei der Arbeit zu beobachten - vom Teammanager über die sportliche Leitung und den Zeugwarten bis hin zu WERDER.TV.“

WERDER.DE: Du bist von Anfang an bei jeder Reise dabei gewesen. Was war dein persönliches Highlight?

Julia Düvelsdorf: „Bei der Fanwanderung vor vier Jahren haben wir uns komplett verlaufen (lacht). Am Ende mussten wir zwölf Kilometer bei 35 Grad wandern, aber auch das haben wir geschafft. Darüber können wir jedes Jahr wieder lachen. Vorletztes Jahr sind wir mit allen Teilnehmern auf der falschen Hütte ‚eingefallen‘. Aber auch da hat man uns einfach spontan bekocht, obwohl wir 30 bis 40 Leute waren. Die Menschen sind sehr flexibel und gastfreundlich. Und letztes Jahr hat letztendlich alles hervorragend funktioniert, das Wetter hat auch mitgespielt. Das war eine wunderbare Werder-Woche im Zillertal.“