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11.03.2010, 23:01 Uhr

1:1 in Valencia - Werder erkämpft gute Ausgangsposition



Aaron Hunt sorgte ebenso wie seine Offensiv-Kollegen ein ums andere Mal für Wirbel in der Hintermannschaft der Spanier.
Aaron Hunt sorgte ebenso wie seine Offensiv-Kollegen ein ums andere Mal für Wirbel in der Hintermannschaft der Spanier.
Werder hat sich im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Valencia ein 1:1-Unentschieden und damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erkämpft. In einem ereignisreichen Spiel brachte Torsten Frings die Grün-Weißen durch einen verwandelten Foulelfmeter schon nach 24 Minuten in Führung, doch Mata konnte die Führung - trotz Unterzahl nach Platzverweis gegen Banega - nach einer knappen Stunde noch egalisieren (58.).

Zwei neue Außenverteidiger in Werders Startformation

Werder begann im Estadio Mestalla im Gegensatz zum Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Wochenende mit zwei neuen Außenverteidigern. Für Sebastian Prödl und Aymen Abdennour standen der wiedergenesene Clemens Fritz und der zuletzt erkrankte Petri Pasanen in der Anfangsformation der Grün-Weißen. Ansonsten liefen gegen den Tabellendritten der Primera Division die gleichen Spieler auf, die gegen die Schwaben nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden erkämpften.

Frings erzielt wichtiges Auswärtstor

Beide Teams begannen trotz großem gegenseitigen Respekt ohne sich zunächst abzutasten und so gab es auch schon früh die ersten Gelegenheiten. Zunächst kam auf Seiten der Gastgeber David Villa nach einer scharfen Hereingabe von Silva nur einen Schritt zu spät und Tim Borowski verlängerte den Ball nach einer Flanke von Villa mit dem Kopf nur knapp neben das eigene Gehäuse. Doch auch Werder versteckte sich nicht und hatte durch Mesut Özil in der fünften Minute die größte Chance der Anfangsphase. Claudio Pizarro steckte den Ball auf Özil durch, der Nationalspieler schoss den Ball aus fünf Metern jedoch knapp über das Tor. Doch knapp zwanzig Minuten später gingen die Grün-Weißen in Führung. Nach Freistoß von Mesut Özil entschied Schiedsrichter Martin Atkinson aus England nach einem leichten Trikotzupfen von Banega an Pizarro auf Strafstoß, den Kapitän Torsten Frings sicher zum 1:0 verwandelte (23.). Und zwei Minuten später hätte Tim Borowski die Führung sogar ausbauen können. Nach einem Querpass von Özil war er aber zu überrascht und konnte den Ball nicht unter Kontrolle bringen.

In der Folge ging es Schlag auf Schlag. Zunächst kamen die Spanier binnen weniger Minuten zu vier guten Chancen, doch Banega drosch den Ball von der Strafraumgrenze über das Gehäuse (27.), David Villa zielte zwei Minuten später ebenfalls zu hoch, Pasanen klärte in höchster Not im eigenen Fünfer vor dem einschussbereiten Pablo Hernandez und nach einer guten halben Stunde lenkte Tim Wiese einen Fernschuss von Banega mit einem tollen Reflex an den Pfosten. Auf der Gegenseite sorgte vor allem Marko Marin immer wieder für Gefahr. Erst setzte sich der Dribbelkünstler nach einem Konter gut im Eins-gegen-Eins durch, scheiterte mit seinem Schuss dann aber an Cesar Sanchez (34.). Und der Valencia-Keeper entschärfte fünf Minuten vor der Halbzeitpause auch einen Schuss des Nationalspielers aus 17 Metern. Danach passierte nichts mehr und Werder ging dank einer bis dato mannschaftlich sehr geschlossenen Leistung mit der knappen Führung in die Pause.

Platzverweis gegen Banega – Ausgleich durch Mata

Torsten Frings verlädt Cesar Sanchez und trifft vom Elfmeterpunkt zur 1:0-Führung.
Torsten Frings verlädt Cesar Sanchez und trifft vom Elfmeterpunkt zur 1:0-Führung.
Und auch im zweiten Durchgang ließen die erste Chancen nicht lange auf sich warten. Die erste Gelegenheit hatten die Grün-Weißen in Person von Claudio Pizarro. Der Peruaner scheiterte nach Zuspiel von Mesut Özil jedoch an Cesar Sanchez, der mit einem guten Reflex parierte. Und Sekunden später verpasste auf der Gegenseite Pablo Hernandez, der den Ball aus vier Metern deutlich über das Tor von Tim Wiese schoss. Nach einer knappen Stunde tauchte Silva plötzlich frei im Strafraum der Grün-Weißen auf, zögert aber zu lange, sodass Per Mertesacker den Schuss noch abblocken konnte. Der Abpraller landete jedoch genau vor den Füßen von Mata, der trotz Unterzahl den 1:1-Ausgleich erzielte (58.).

Mit der Wut des Platzverweises rannte Valencia auch nach dem Ausgleich an, doch Werder hielt mit Leidenschaft und Kampfgeist gut dagegen. Dennoch kamen die Spanier durch Silva zu einer weiteren guten Chance, die Tim Wiese jedoch in Weltklassemanier parierte. Doch auch die Grün-Weißen hatten noch gute Gelegenheiten. Nach einem Konter brachte Claudio Pizarro den Ball im Strafraum jedoch nicht unter Kontrolle, Tim Borowski köpfte nach einem Eckball von Daniel Jensen knapp am Tor von Cesar Sanchez vorbei (83.) und erneut Pizarro zielte in der Schlussminute aus aussichtsreicher Position über das Gehäuse.

von Dominik Kupilas

FC Valencia: Cesar Sanchez – Miguel, Navarro, Dealbert, Alexis (46. Jordi Alba) – Marchena, Banega, Pablo, Silva –Villa (84. Baraja), Mata (76. Joaquin)

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski, Özil (76. Jensen), Hunt, Marin (61. Bargfrede) – Pizarro; auf der Bank: Vander – Prödl, Abdennour, Almeida, Rosenberg

Tore: 0:1 (24.) Frings, 1:1 (58.) Mata

gelbe Karten: Borowski, Frings, Pasanen, Bargfrede, Naldo, Wiese (alle Werder) – Sanchez, Marchena (beide Valencia)

rote Karte: Banega (55./Tätlichkeit)

Schiedsrichter: Martin Atkinson (England)

Estadio Mestalla 40.000 Zuschauer
10.03.2010, 20:09 Uhr

Lange Verteidiger gegen die „kleinsten Stürmer Europas“



Werder hat beides zu bieten: Große Kerle in der Innenverteidigung und kleine Stürmer wie Marko Marin.
Werder hat beides zu bieten: Große Kerle in der Innenverteidigung und kleine Stürmer wie Marko Marin.
Drei Themen beschäftigen die Fußball-Fans in Valencia 24 Stunden vor dem Duell mit dem Vorjahresfinalisten Werder Bremen. Wie können ihre kleinen Angreifer, ein Reporter sprach von „den kleinsten Stürmern Europas“, gegen die großen Kerle aus Werders Innenverteidigung bestehen? Warum gibt ihr Trainer völlig überraschend am Tag vor dem wichtigen Duell gegen die Deutschen einen Tag trainingsfrei? Und kann es Valencia schaffen, Revanche für die Niederlage von vor fünf Jahren zu nehmen, die damals das Vorrunden-Aus in der Champions League bedeutete?

Die Trainer der beiden Kontrahenten nahmen die Diskussionspunkte gelassen auf und beantworteten so kurz vor der Partie alle Fragen. Valencia-Trainer Unai Emery verteidigte zunächst einmal seine Maßnahme, seinen Spielern eine Tag frei zu geben. „Wir haben sehr viele körperlich angeschlagene Spieler und mussten zuletzt in zwei Ligaspielen in Unterzahl kämpfen. Deswegen fehlt uns ein wenig die Kraft. Die Mannschaft wäre nicht besser geworden, wenn wir heute noch mal trainiert hätten.“ Für Trainerkollege Thomas Schaaf kommt die Entscheidung gar nicht so überraschend, er zeigte Verständnis, glaubt aber nicht daran, dass es entscheidend sein wird. „Natürlich haben beide Teams große Anstrengungen in den vergangenen Wochen hintersich gebracht, aber mein Kollege musste noch am Montagabend spielen, so dass er in dieser kurzen Zwischenphase nicht unbedingt noch trainieren muss. Ich bin sicher, dass Valencia mit voller Kraft aufs Feld gehen wird und dass es keine Frage der Kraftresevern sein wird, wer dieses Duell für sich entscheidet.“

Bei der Frage nach dem Größenvergleich zwischen Werders Defensive und den spanischen Stürmern, musste der Coach etwas schmunzeln. „Mal abwarten, ob es überhaupt so weit kommt, ob wir unsere langen Kerle aufstellen oder ob Valencia wirklich nur auf kleine Stürmer setzt. Wir müssen so oder so sehr konzentriert sein.“ Das glaubt auch Emery, der Werders Hünen die Partie so schwer wie möglich machen wird. „Was uns wirklich beschäftigt ist die Stärke des Gegners bei hohen Bällen. Bei Standardsituationen, bei jeder Ecke, jedem Freistoß sind sie sehr angriffslustig. Damit haben sie schon mit vielen verschiedenen Spielern viele Tore geschossen. Wir müssen alles daran setzen, die besten Optionen zu wählen, um das einzudämmen.“ Valencia-Profi David Silva fügte an: „Wir wissen, dass sie körperlich sehr stark sind, werden aber versuchen unser Spiel zu spielen. Das muss einfach so schnell sein, dass die Spieler mit größerer Statur, es nicht leicht haben werden.“ Per Mertesacker hat die Zeichen richtig verstanden und hofft auf Unterstützung seiner Mannschaft. „Ich hoffe nicht, dass ich allzu oft allein gegen David Villa verteidigen muss. Er ist einer der gefährlichsten Spitzen der Spanier, aber da gibt es noch ein paar andere richtig gute Angreifer in ihren Reihen. Wir müssen das als Mannschaft auffangen“, so der Nationalspieler.

David Silva und Unai Emery bei der internationalen Pressekonferenz.
David Silva und Unai Emery bei der internationalen Pressekonferenz.
Dass es auf jeden Fall ein sportlicher Leckerbissen werden soll ohne die Hektik, die vor fünf jahren im Spiel war, daran glauben alle Akteure. Thomas Schaaf gibt zu bedenken: „Ach, zählen sie doch mal zusammen. Fünf Jahre ist eine sehr lange Zeit im Fußball. Bei Valencia spielen vielleicht noch drei Profis mit, die damals dabei waren und bei uns ebenfalls drei. Und in jeder Mannschaft stehen 25 bis 30 Spieler. Allein deswegen wird das keine große Rolle spielen.“ Per Mertesacker lieferte mit seiner Einstellung den Beweis für diese These. „Ich war damals nicht dabei, ich weiß, dass es etwas hitzig war, aber niemand hat mir irgendetwas detailliertes von damals erzählt. Es scheint also nicht so spannend gewesen zu sein.“ David Silva antwortete ähnlich: „Ich war damals auch nicht dabei und weiß, dass es bei uns kein Thema ist. Wir werden uns mit der Gegenwart beschäftigen. Das ist interessant genug.“ Unai Emery ergänzte: „Wenn man das Wort Revanche in den Mund nehmen will, dann nur, wenn man von einer sportlichen Revanche spricht. Denn eines ist natürlich auch klar. Wir haben damals verloren und das soll nicht wieder passieren. Wir wollen die sportliche Revanche.“


aus Valencia berichtet Michael Rudolph

10.03.2010, 12:43 Uhr

Ankunft in Spanien: Marin hat die größte Valencia-Erfahrung



Cheftrainer Thomas Schaaf hob kurz vor dem Abflug nach Spanien noch einmal die Stärken des Gegners hervor.
Cheftrainer Thomas Schaaf hob kurz vor dem Abflug nach Spanien noch einmal die Stärken des Gegners hervor.
Es könnte ein Duell in der Champions League sein und entsprechend groß war die Vorfreude am Mittwochmorgen beim Abflug der Werder-Profis nach Valencia. Groß war auch die Konzentration. Cheftrainer Thomas Schaaf ließ einmal mehr durchblicken, dass Werder seine Hausaufgaben im Vorfeld dieses wichtigen Duells gemacht hat. „Das wird eine schöne Herausforderung für uns. Die Mannschaft ist sehr gut, Platz drei in Spanien sagt alles. Sie haben tolle Ergebnisse bisher erzielt, mit einer Mannschaft, in der die Mischung stimmt. Sie haben große, kantige Stürmer wie Zigic, aber um ihn herum dribbelstarke, wieselflinke Spieler. Das Team darf man nicht in den Lauf kommen lassen“, umreißt Schaaf die Bremer Beobachtungen und nennt Namen: „Mata, Hernández und Villa sind solche Spieler, die immer wieder die Zweikämpfe suchen. Die Mannschaft ist sehr torgefährlich. Dazu ist sie sehr diszipliniert, nutzt aber jede Möglichkeit, die sich bietet um schnell nach vorne zu spielen. So sorgen sie für permanente Unruhe.“

Einen streicht Thomas Schaaf dabei besonders heraus, und das ist nicht etwa Zigic, der den Bremern im Sommer beim Testspiel in Meppen zwei Treffer einschenkte, sondern David Villa, der Torschützenkönig der vergangenen Europameisterschaft. „Er versucht aus wirklich jeder Position zum Abschluss zu kommen und hat einen guten Schuss, da müssen wir sehr aufpassen. Wir dürfen in der Defensive nicht so passiv sein wie gegen den VfB Stuttgart.“

Auch im Mittelfeld hat Schaaf große Qualität beim Gegner ausgemacht. „Valencia wird nicht blind anrennen, dafür sorgen schon die defensiven Mittelfeldspieler, die entweder im Duett Baraja und Albelda über große Erfahrung verfügen oder wenn der jüngere Éver Banega mit Albelda spielt, auch für die Offensive Akzente setzen können.“

Den Blick in die Vergangenheit nutzt der Trainer dagegen nicht für seine Vorbereitung, obwohl er sich noch gut an die hitzige Partie beim 2:1-Erfolg im Dezember 2004 erinnern kann. „Es war ein engagiertes Spiel, in dem wir uns durchgesetzt haben. Dennoch haben wir uns nichts vorzuwerfen. Am Donnerstag ist es ein neues Spiel, in dem wir uns neu beweisen müssen.“

Ein Bild aus älteren Tagen: Am 02. August 2008 traf Marko Marin mit Borussia Mönchengladbach auf den FC Valencia.
Ein Bild aus älteren Tagen: Am 02. August 2008 traf Marko Marin mit Borussia Mönchengladbach auf den FC Valencia.
Die Werder-Profis blicken dagegen gern in die jüngere Vergangenheit zurück. Mesut Özil und Marko Marin hatten zuletzt gute Erfahrungen mit den Spaniern gemacht. Özil spielte mit Schalke gegen Valencia im November 2007. Marko Marin feierte im Sommer 2008 beim Saisoneröffnungsspiel von Borussia Mönchengladbach einen 3:1-Sieg. „Ich habe sogar ein Tor gemacht. Ein Jahr später ging es mit Werder ja wieder gegen Valencia. Ich war neu, habe auch gespielt und einen Elfmeter herausgeholt. Am Ende haben wir 2:2 gespielt“, so Marin, der wohl bestgelaunteste Werder-Profi am Mittwochmorgen.

Gut drauf stiegen auch die zuletzt angeschlagenen Clemens Fritz und Philipp Bargfrede in den Flieger. Fritz sagte: „Ich habe gestern trainiert und mein Muskel hat mich weitgehend in Ruhe gelassen. Ich kann also spielen. Für mich wäre es das Beste, wenn ich so schnell wie möglich wieder in den Rhythmus komme.“ Bargfrede, der nur noch leicht erkältet war, schätzte seine Chancen eher gering ein: „Sie sind zwar gestiegen, aber ich bin noch etwas erkältet. In der letzten Nacht ist es aber noch einmal deutlich besser geworden.“ Cheftrainer Thomas Schaaf wird sich die Situation noch einmal genau ansehen. „Wir trainieren heute Abend und morgen früh, dann wird sich zeigen, ob Philipp einsatzbereit ist. Es wäre gut, wenn er dabei wäre.“



aus Valencia berichtet Michael Rudolph


09.03.2010, 16:11 Uhr

Borowski: "Werder gegen Valencia einem Finale würdig"



Es gibt ein Wiedersehen zwischen Carlos Marchena und Tim Borowski.
Es gibt ein Wiedersehen zwischen Carlos Marchena und Tim Borowski.
Er ist einer von drei Werder-Profis, der schon 2004 im Champions-League-Gruppenspiel in Valencia auf dem Platz stand - Tim Borowski. Der 29-Jährige sprach kurz vor der Abreise nach Spanien mit WERDER.DE über seine Erinnerungen von vor fünf Jahren und Werders Chancen das Viertelfinale in der Europa League zu erreichen.

Tim, vor knapp fünf Jahren gab es das Duell Valencia gegen Werder schon einmal. Ist dir die Partie noch im Gedächtnis geblieben? "Ja klar, sämtliche Erinnerungen an diese Begegnung waren direkt wieder präsent, als das Los Valencia gezogen wurde. Es war ein sehr interessantes und enorm wichtiges Spiel für uns damals. Die Zuschauer haben eine hochklassige Champions-League-Partie gesehen mit allem, was dazu gehört. Mit schönen Toren und teilweise hitzigen Zweikämpfen. Ich denke aber, dass wir letztlich verdient als Sieger vom Platz gegangen sind."

Mit Werder und Valencia treffen bereits im Achtelfinale der Europa League zwei Topteams mit sehr guten Einzelspielern aufeinander. Wäre solch ein Duell nicht auch für das Finale angemessen gewesen? "Ich denke, dass man das so unterschreiben könnte. Bei einem Europa-League-Finale Werder Bremen gegen den FC Valencia wären sicherlich sehr viele Zuschauer ins Stadion gekommen. Nun treffen zwei Topteams aber schon in der Runde der letzten 16 aufeinander. Wir können mit breiter Brust in diese Partie gehen, müssen uns dennoch bewusst sein, dass uns ein heißes Match in Spanien erwartet. Als Mannschaft haben wir so große Erfahrung, dass wir mit dieser Situation aber gut umgehen können."

Schon vor der Saison testete Werder in Meppen gegen den FC Valencia. Nach 90 Minuten stand es 2:2.
Schon vor der Saison testete Werder in Meppen gegen den FC Valencia. Nach 90 Minuten stand es 2:2.
Welchen Wert könnte das Saisonvorbereitungsspiel gegen Valencia in Meppen haben, auch wenn dort Spieler wie David Silva oder David Villa gefehlt haben? "Auch wenn es nur ein Vorbereitungsspiel war, glaube ich schon, dass es gewissen Wert hatte. Gegen Valencia konnten wir uns mit einem richtig starken Gegner schon vor der Saison messen. Für den Donnerstag ist dieses Spiel jedoch von nicht so großer Bedeutung. Wir wollen in Valencia eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im Weser-Stadion schaffen und werden dafür alles geben."

Es wird sicherlich keine einfache Aufgabe für euch im Estadio Mestalla…"Das ist richtig, aber wir müssen von Beginn an hochkonzentriert in die Partie gehen. Wir wissen, dass das Stadion ein Hexenkessel ist und dass wir auf eine sehr gute Mannschaft dort treffen. Nichts desto trotz haben wir die individuelle Klasse um uns dort durchzusetzen. Wir haben in den letzten Begegnungen gezeigt, dass wir guten Fußball bieten können und das gilt es nun auch in Valencia umzusetzen."

Wer geht denn als Favorit in solch eine Begegnung? "Ich denke man kann von einem Duell auf Augenhöhe sprechen, die Chancen stehen 50:50. Wir brauchen uns vor Valencia nicht zu verstecken und müssen selbstbewusst an die Aufgabe herangehen. Letztlich ist es egal, wer auf dem Papier der Favorit ist. Entscheidend ist, was Donnerstagabend auf dem Platz passiert."
09.03.2010, 10:07 Uhr

Round-Up FC Valencia: Triste Nullnummer am Montagabend



Valencias Ruben Baraja (r.) und seine Kollegen hatten nicht nur hier gegen Sergio Canales eine Wand vor sich.
Valencias Ruben Baraja (r.) und seine Kollegen hatten nicht nur hier gegen Sergio Canales eine Wand vor sich.
Unnötiger Punktverlust für Werders Europa-League-Kontrahenten FC Valencia. Am späten Montagabend kam die Mannschaft von Trainer Unai Emery im heimischen Mestalla vor fast 50.000 Zuschauer nicht über ein mageres 0:0 gegen Abstiegskandidat Racing Santander hinaus.

David Villa vergibt zwei große Möglichkeiten

Damit konnten sie nicht die Steilvorlage von Real Madrid verwerten, das Valencias direkten Konkurrenten um den dritten Platz FC Sevilla 3:2 besiegte. Doch statt möglichen sechs beträgt der Vorsprung nun nur vier Punkte. Die zwei größten Chancen der Hausherren vergab ihr Kapitän David Villa noch in der ersten Halbzeit. Zuerst scheiterte er freistehend aus elf Metern nach herrlicher Vorbereitung von Baraja und Silva an Santanders glänzend parierendem Schlussmann Fabio Coltorti (19.). Vier Minuten später spielte ihn Pablo Hernandez vorbildlich am rechten Strafraumeck frei, doch Villa traf aus spitzem Winkel erst nur den Pfosten, den Abpraller schaufelte er im Fallen über die Latte. Ganz ohne Aufgaben blieb Valencias Hintermannschaft ebenfalls nicht. Und wäre Ersatztorwart Miguel Angel Moya, der den gelbgesperrten César Sánchez im Kasten fehlerfrei vertrat, nicht zwei Mal in brenzliger Situation gegen Manuel Arana und Sergio Canales zur Stelle gewesen, hätte der eh schon enttäuschende Abend noch um einiges bitterer ausgehen können. Zu allem Übel flog David Navarro kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz. Immerhin, der erst 17-jährige Joel Johnson Alajarín gab über 90 Minuten in der Defensive ein ansprechendes Debüt im Starensemble.

Valencia verharrt in der Primera Divison auf dem dritten Platz, der zugleich die direkte Qualifikation für die Champions League ermöglichen würde. Dahinter lauern in unmittelbarer Reichweite der FC Sevilla und RCD Mallorca (Vier Punkte Rückstand). Zur Luxusklasse aus Spitzenreiter Real Madrid und dem FC Barcelona dagegen fehlen nach 25 Spieltagen bereits 15 Punkte.

von Maximilian Hendel



 
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