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05.07.2010, 11:54 Uhr

Neues Werder-Trikot: Aggressivität, Tradition, Nachhaltigkeit



Das neue Trikot steht seit Montagmorgen 9 Uhr zum Verkauf bereit.
Das neue Trikot steht seit Montagmorgen 9 Uhr zum Verkauf bereit.
Das neue Trikot des SV Werder Bremen steht für Aggressivität, Tradition und Nachhaltigkeit – Aspekte, die die Mannschaft bei der Jagd nach der Meisterschale in der Saison 2010/2011 stets begleiten werden. Einen besonderen Schwerpunkt hat Bremen-Ausrüster Nike auf ein nachhaltiges Produktdesign gesetzt, so dass auch die Werder-Trikots, ähnlich den Trikots zur Fußballweltmeisterschaft, aus recycelten Materialien gefertigt werden. Für jedes neue Werder-Trikot wurden umgerechnet acht Plastikflaschen wiederverwertet.

Umweltschonendes Design mit modernster Funktion

Um die neuen Trikots produzieren zu können, wurden in einem aufwendigen Verfahren Plastikflaschen zu einer hochwertigen Funktionstextilie verarbeitet und somit in den Produktionskreislauf zurückgeführt, statt in der Müllverbrennungsanlage zu landen. Das Recycling spart wertvolles Rohmaterial und verbraucht bis zu 30 % weniger Energie als die Herstellung von Polyester aus unverarbeiteten Rohstoffen und leistet somit einen signifikanten Beitrag zum Umweltschutz. Durch das neue Material sind die Trikots nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch signifikant leichter als die Vorjahrestrikots. Die Nike Dri-FIT Technologie sorgt dabei für eine optimale Luftzirkulation und einen schnellen Feuchtigkeitsabtransport, so dass die Spieler stets kühl und trocken bleiben.

Aggressivität im Weser-Stadion

Die Farbe Grün kennzeichnet erneut das Heimtrikot der Bremer. In der Saison 2010/11 befindet sich im oberen Bereich des Heimtrikots ein dunkler Grünton, der bis auf Höhe des Bauchnabels spitzig und zackig zu läuft. Der untere Teil dieser „Blitzoptik“ ist in Weiß gehalten stellt somit eine optische Trennung zum helleren Grün im unteren Drittel des Trikots dar. Das Design wirkt markant und suggeriert Aggressivität. Das individuelle Werder-Zackenmuster gehört zu einer Palette von geometrischen Designumsetzungen (gebrochene Linien, pixelähnliche Muster), die sowohl bei Nikes WM-Trikots als auch länder- und mannschaftsübergreifend im nationalen und internationalen Ligabetrieb Anwendung finden.

[bildergalerie]

Die weißen Ärmel der letzten Saison sind jetzt in Dunkelgrün gehalten und schließen mit einem feinen weißen Rand ab. Die Werder-Raute und der darüber positionierte goldene Stern befinden sich wie in der letzten Saison auf der linken Seite und auch der Swoosh auf der rechten Seite behält seine Position und die weiße Farbe. Das Werder-Logo auf der Brust weist eine Besonderheit auf: Die Innenseite ist mit der Message „LEBENSLANG GRÜN WEISS“ versehen und greift wie bei den Nike WM-Trikots die individuelle Identifikation mit dem Team auf.

Bei Werder trägt Tim Wiese natürlich wieder die Nummer eins.
Bei Werder trägt Tim Wiese natürlich wieder die Nummer eins.
Die Rückseite des Trikots ist komplett in dem helleren Grünton gehalten und unterhalb des Kragens befindet sich mittig eine kleine Werder-Raute. Auffällig ist außerdem das neue, markante Design der Rückennummern und des Spielernamens, das ebenfalls die Aggressivität der Vorderansicht widerspiegelt.

Die Hosen sind entweder weiß mit einer grünen Linie an der Seite, die von oben bis unten durchläuft, oder umgekehrt designt. Der weiße Swoosh und das Werder-Logo wurden auf den Hosen im Vergleich zum Trikot gespiegelt eingesetzt. Die Stutzen gibt es in zwei Varianten: weiß als Grundfarbe mit grünen Swoosh oder in umgekehrter Farbstellung.

Die Heimtrikots sind ab 5. Juli für € 69,95 (Erwachsene) bzw. € 54,95 (Kinder) im Werder-Fanshop erhältlich.

Das neue Auswärtstrikot wird am 8. August 2010, dem Tag der Fans des SV Werder Bremen, erstmals offiziell vorgestellt.
05.05.2010, 16:45 Uhr

Werder in drei Trainingslagern vor der neuen Saison



Per Mertesacker wird sich wie im vergangenen Jahr mit seinen Teamkollegen in Bad Waltersdorf auf die neue Saison vorbereiten.
Per Mertesacker wird sich wie im vergangenen Jahr mit seinen Teamkollegen in Bad Waltersdorf auf die neue Saison vorbereiten.
Auf Norderney geht es wieder in aller Frühe mit den Rädern zum Strandlauf.
Auf Norderney geht es wieder in aller Frühe mit den Rädern zum Strandlauf.
Durch den Umbau der Ostkurve und damit auch des Mannschaftstraktes im Weser-Stadion bis zum Saisonbeginn sowie der späten Rückkehr der WM-Teilnehmer werden die Werder-Profis in der Vorbereitung zur neuen Saison gleich drei Trainingslager durchführen. Die Termine für diese Arbeitsreisen stehen nun fest. Zusätzlich zum Aufenthalt auf Norderney (08. bis 15.07.2010) werden die Bremer sich in Donaueschingen (19. bis 25.07.2010) und im österreichischen Bad Waltersdorf (29.07. bis 06.08.2010) vorbereiten. "Wir haben in diesem Jahr durch die WM eine lange Sommerpause und eine lange Vorbereitungsphase. Zudem haben wir durch den Stadionumbau erschwerte Bedingungen in Bremen. Deshalb bietet sich diese Lösung mit den Trainingslagern an", erklärte Geschäftsführer Klaus Allofs.

Für den Sommerfahrplan wurden außerdem weitere Testspiele festgelegt. Wer Werder trotz der Trainingslager in Norddeutschland spielen sehen will, kann zu Testspielen gegen den KFC Uerdingen und gegen Kickers Emden nach Ostfriesland reisen: Am Montag, 12.07.2010, kommt es im Rahmen des Trainingslagers auf Norderney zum Testspiel gegen die Krefelder, für die der Ex-Werderaner Ailton zuletzt auflief. Auf der Rückfahrt vom ersten Trainingslager macht Werder auch in diesem Jahr wieder Halt im Leerer Vorort Loga. Dort bestreiten die Grün-Weißen am 15.07.2010 eine Partie gegen Kickers Emden.

Weitere Testspiele sind in Planung und werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Der vorläufige Sommerfahrplan von Werder Bremen

Mi, 19.05.2010: Freundschaftsspiel SG Telgte 1919 - Werder Bremen, 19 Uhr, Takko-Stadion in Telgte

Fr, 21.05.2010: Freundschaftsspiel VfL Oldenburg - Werder Bremen, 18.30 Uhr, im Marschwegstadion Oldenburg

Di, 25.05.2010: Freundschaftsspiel VSK Osterholz-Scharmbeck - Werder Bremen , 18.30 Uhr, in Osterholz Scharmbeck zur nachträgliche Stadioneinweihung des Neubaus der Sportanlage am Waldstadion

Mo, 05.07.2010: Trainingsauftakt

Do, 08.07.2010: Anreise ins Trainingslager nach Norderney

Mo, 12.07.2010: Freundschaftsspiel Werder Bremen – KFC Uerdingen, 18.45 Uhr

Do, 15.07.2010: Freundschaftsspiel Kickers Emden – Werder Bremen, 19 Uhr, Sportplatz in Loga (bei Leer)

Do, 15.07.2010: Rückkehr aus dem Trainingslager Norderney

Mo, 19.07.2010: Anreise ins Trainingslager Donaueschingen

So, 25.07.2010: Rückkehr aus dem Trainingslager Donaueschingen

Do, 29.07.2010:Abreise ins Trainingslager Bad Waltersdorf (Österreich)

Fr, 06.08.2010: Rückkehr aus dem Trainingslager Bad Waltersdorf (Österreich)

Sa, 07.08.2010: evtl. Super-Cup gegen den FC Bayern München in Augsburg (nur bei Pokalsieg)

13.08. – 16.08.2010: DFB Pokal, 1.Runde

17.08. – 19.08.2010: CL oder EL Playoff-Runde Hinspiel (je nach Qualifikation)

20. – 22.08.2010: Bundesliga, 1.Spieltag

24.08. – 26.08.2010: CL oder EL Playoff-Runde Rückspiel (je nach Qualifikation)

Stand: 05.05.2010
Änderungen und Ergänzungen sind vorbehalten,
der Sommerfahrplan wird regelmäßig aktualisiert.



18.03.2010, 23:18 Uhr

Effizienter Dreifach-Schütze Villa machte es Werder vor



Die Bremer hatten zahlreiche Möglichkeiten um das Spiel vorzeitig in andere Bahnen zu lenken.
Die Bremer hatten zahlreiche Möglichkeiten um das Spiel vorzeitig in andere Bahnen zu lenken.
Clemens Fritz blickte müde in die Runde und gestand: "Ich hätte mir heute lieber so einen schmucklosen Sieg wie gegen Hoffenheim gewünscht." Dass es dazu nicht kam, lag vor allem an einem Mann: EM-Torschützenkönig David Villa, der drei der vier Treffer der Spanier erzielte. Fritz dazu: "Leider gab es heute kein Happyend. Villa war eiskalt, gerade als wir dran waren, hat er zugeschlagen. So einen Stürmer wie ihn auszuschalten ist verdammt schwierig." Auch seine Teamkollegen zogen nach der Partie den Hut vor der Leistung des Europameisters: "In der ersten Halbzeit war Villa nicht in den Griff zu bekommen. Erst in der zweiten Hälfte lief es dann besser, als wir mehr Zugriff auf die Pässe im Mittelfeld hatten", erklärte Vize-Kapitän Per Mertesacker. Mesut Özil ergänzte: "Villa ist vor dem Tor eiskalt, sucht immer seine Chance, sucht sofort den Abschluss."

Weniger respektvoll drückte es Mannschaftskapitän Torsten Frings aus: "Natürlich ist Villa ein Klasse-Stürmer, aber wenn du bei uns soviel Platz bekommst, dann brauchst du nicht Villa heißen, sondern musst nur einen super Abschluss haben und den hat er." Frings hätte sich das auch gern bei den eigenen Teamkollegen gewünscht, aber trotz der vier Treffer legte er als einer der wenigen den Finger in eine Wunde, die am Donnerstagabend ebenfalls den Erfolg der Grün-Weißen verhinderte: Die Abschlussschwäche.
Torschützen unter sich: Juan Manuel Mata García und David Villa bejubeln das Führungstor.
Torschützen unter sich: Juan Manuel Mata García und David Villa bejubeln das Führungstor.
"Wir müssen einfach kaltschnäuziger sein. Wir haben vier Tore gemacht, aber wir hätten zehn machen können, so viele 100-prozentige Torchancen hatten wir. Daran hapert es einfach zur Zeit."

Klaus Allofs sah die Offensivleistung zweigeteilt: "Wir haben heute so viele Nackenschläge in dieser Partie erlitten und hätten trotzdem weiter kommen können, ja sogar weiterkommen müssen. Wir hatten trotz der ersten Halbzeit eine Phase, in der noch 25 Minuten zu spielen waren und wir nur noch ein Tor gebraucht hätten. Im Grunde habe ich erst nach dem Abpfiff gedacht, dass es nichts mehr wird. Trotzdem waren wir in unseren Bemühungen am Ende auch zu fehlerhaft."

Der Mann des Abends, David Villa, sprach nach dem Spiel noch mit WERDER.TV. Natürlich zog er glücklich sein ganz persönliches Fazit: "Wir sind sehr stolz.
Der große Dirigent an der Außenlinie: Valencias Coach Unai Emery.
Der große Dirigent an der Außenlinie: Valencias Coach Unai Emery.
Es war ein sehr verrücktes Spiel gegen einen so starken Gegner. Manchmal klappt alles, manchmal nichts. Es ist toll, drei Tore gemacht zu haben, aber das ganze Team ist weitergekommen." Auf die Frage, ob er schon einmal so eine Partie erlebt habe, musste er mit dem Kopf schütteln: "Nein, noch nie und so schnell wird es ein solches Spiel auch nicht mehr geben. Das war toll für unsere Fans und ganz bitter für das Team, das ausgeschieden ist. Werder ist eine großartige Mannschaft, sie haben gezeigt, dass sie letztes Jahr nicht umsonst im Finale standen."




von Michael Rudolph und Marco Niesner

18.03.2010, 20:57 Uhr

4:4 - Werder muss im Achtelfinale die Segel streichen



Bauchlandung: Werder schied trotz großem Kampf im Achtelfinale der Europa League gegen den FC Valencia aus.
Bauchlandung: Werder schied trotz großem Kampf im Achtelfinale der Europa League gegen den FC Valencia aus.
Werder Bremen ist aus der Europa League ausgeschieden! Die Grün-Weißen trennten sich im Weser-Stadion 4:4 (1:3)-Unentschieden vom FC Valencia und müssen nach dem 1:1 aus dem Hinspiel im Achtelfinale die Segel streichen. In einem packenden und ereignisreichen Spiel eröffnete David Villa schon in der zweiten Minute den Torreigen. Mata erhöhte nach einer Viertelstunde auf 2:0 für die Spanier, ehe Hugo Almeida Werder durch den Anschlusstreffer wieder zurück ins Spiel brachte (26). Erneut Villa erhöhte noch vor dem Halbzeitpfiff auf 3:1. Doch die Grün-Weißen kämpften und rannten trotz aussichtsreicher Situation unermüdlich an und wurden durch Treffer von Torsten Frings per Foulelfmeter (57.) und Marko Marin (62.) mit dem zwischenzeitlichen 3:3 belohnt. David Villa brachte den FC Valencia mit seinem dritten Treffer an diesem Abend jedoch nur vier Minuten später wieder in Front. Zwar konnte Claudio Pizarro in der 84. Minute noch einmal ausgleichen, am Ende fehlte den Grün-Weißen aber ein Tor zum Happyend.

Werder begann das Achtelfinal-Rückspiel gegen den Tabellendritten der spanischen Primera Divison mit derselben Startformation, die vergangene Woche im Estadio Mestalla ein 1:1-Unentschieden erkämpfte. Im Gegensatz zum Bundesliga-Spiel beim 1899 Hoffenheim am vergangenen Wochenende standen also Mesut Özil und Marko Marin wieder für Philipp Bargfrede und Hugo Almeida in der ersten Elf der Grün-Weißen.

0:2 nach einer Viertelstunde – Werder kalt erwischt

Zwar hatte Werder durch Marko Marin, der von Pasanen frei gespielt wurde, früh die erste gelungene Aktion des Spiels, doch bereits nach zwei Spielminute schockte Valencia-Stürmer David Villa die Grün-Weißen mit der frühen 1:0-Führung für die Spanier. Nach einem langen Ball köpfte Naldo den Ball in die Füße von David Silva, der umgehend Villa bediente und der spanische Nationalspieler an Wiese vorbei ins Tor traf. Nach diesem Nackenschlag waren die Grün-Weißen zunächst sichtlich geschockt, sodass Villa nur fünf Minuten nach der Führung sogar das 2:0 auf dem Fuß hatte. Nationalkeeper Tim Wiese war allerdings zur Stelle und konnte zur Ecke klären. Danach übernahm Werder aber wieder die Kontrolle und hatte durch Hunt, Özil und vor allem durch Claudio Pizarro, der nach einem schönen Pass von Mesut Özil frei vor Cesar Sanchez auftauchte, den Ball aber am Gehäuse der Spanier vorbeischob, gute Gelegenheiten auszugleichen.

Mitten in die Drangphase der Werderaner hinein mussten die Gastgeber aber den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach einem Pass von David Silva aus dem Mittelfeld lief Mata alleine auf Tim Wiese zu und schob den Ball eiskalt zum 0:2 ins Tor. Thomas Schaaf reagierte nach diesem Treffer sofort und brachte mit Hugo Almeida für Tim Borowski schon früh einen weiteren Stürmer. Und diese Einwechslung sollte schnell Früchte tragen, denn mit dem Portugiesen kam neuer Schwung in das Spiel der Grün-Weißen. Zwar zögerte Özil bei einem schnellen Vorstoß über die linke Seite zunächst noch zu lange und ein Schuss des Nationalspielers konnte Sanchez noch parieren, aber in der 26. Minute markierte Hugo Almeida den 1:2-Anschlusstreffer. Der Joker wurde im Strafraum von Claudio Pizarro bedient, sodass er den Ball aus kurzer Distanz über die Linie bugsierte und damit neue Hoffnungen entfachte. Aaron Hunt und erneut Almeida hatten noch vor dem Wechsel beste Gelegenheiten die Ausgangsposition für die zweite Halbzeit zu verbessern. Doch weil der Schuss von Hunt (36.) knapp am langen Pfosten vorbeizischte, Almeida den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß wenige Sekunden später aus aussichtsreicher Position neben das Gehäuse von Cesar Sanchez schoss und David Villa kurz vor dem Abpfiff des ersten Durchgangs auf der Gegenseite völlig freistehend zum 3:1 für die Gäste traf, sah sich Werder im zweiten Durchgang einer schwierigen Situation ausgesetzt.

Werder kämpft, rennt und trifft

Kapitän Torsten Frings verwandelte - wie schon im Hinspiel - einen Foulelfmeter.
Kapitän Torsten Frings verwandelte - wie schon im Hinspiel - einen Foulelfmeter.
Doch trotz der nahezu aussichtslosen Situation hatte Werder den Glauben an die eigene Stärke auch nach dem Seitenwechsel nicht verloren. Im Gegenteil: Der zweite Durchgang begann gleich mit einer Doppelchance für die Grün-Weißen durch Naldo. Zunächst wurde der Brasilianer nach Kopfballvorlage von Per Mertesacker im letzten Moment von Jordi Alba am Schuss gehindert und anschließend kratzte Cesar Sanchez den Kopfball von Naldo nach einer Flanke von Claudio Pizarro von der Linie (47.). Und auch einen Fernschuss von Hugo Almeida konnte der Keeper des FC Valencia entschärfen (49.). In der 57. Minute musste Cesar Sanchez dann aber doch erneut hinter sich greifen. An dem Elfmeter - Foul von Jordi Alba an Marko Marin - von Torsten Frings war der 38-Jährige zwar noch dran, konnte den Ball aber nicht parieren. Und auch nach diesem Tor rannte Werder weiter unermüdlich an, kam zu Chancen und witterte nun die Chance.

Nach einer guten Stunde tankte sich Marin im Strafraum der Gäste durch, passte den Ball nach innen, wo Pizarro und Almeida jedoch knapp verpassten, doch nur eine Minute später spielte Özil einen Freistoß an der Mauer der Spanier vorbei auf Marin, der den Ball zum 3:3 in die Maschen jagte (62.). Und wiederum nur eine Minute später hatte Özil selbst die große Gelegenheit die Grün-Weißen erstmals in Führung zu bringen, der Jung-Nationalspieler scheiterte aber an Cesar Sanchez. Und wie schon im ersten Durchgang machte es David Villa auf der Gegenseite quasi im Gegenzug besser. Nach einem Konter der Spanier brachte der Torjäger die Gäste – aus stark abseitsverdächtiger Position – mit 4:3 in Führung. Doch auch nach diesem erneuten Nackenschlag gab sich Werder noch längst nicht geschlagen, sondern spielte weiter nach vorne.

Am Ende fehlt ein Treffer

Marko Marin machte ein ganz starkes Spiel und traf zum zwischenzeitlichen 3:3. Am Ende fehlte den Grün-Weißen jedoch ein Treffer zum Weiterkommen.
Marko Marin machte ein ganz starkes Spiel und traf zum zwischenzeitlichen 3:3. Am Ende fehlte den Grün-Weißen jedoch ein Treffer zum Weiterkommen.
Bei einem Schuss von Marin ins kurze Eck war Cesar Sanchez jedoch ebenso zur Stelle (68.), wie bei einem Versuch von Claudio Pizarro von der Strafraumgrenze (76.). Petri Pasanen zielte eine Viertelstunde vor dem Ende aus 20 Metern über das spanische Gehäuse und Özil brachte den Valencia-Keeper mit einem Flachschuss zwar in Gefahr, konnte ihn aber auch nicht überwinden. Sieben Minuten vor dem Ende keimte noch einmal neue Hoffnung auf, als Claudio Pizarro nach Flanke von Petri Pasanen das 4:4 erzielte und Werder damit nur noch einen Treffer zum weiterkommen benötigte. Dieser Treffer sollte in der Schlussphase aber nicht mehr fallen, sodass Werder im Achtelfinale die Segel streichen muss.

von Dominik Kupilas

Werder Bremen: Wiese – Fritz (79. Rosenberg), Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski (22. Almeida), Özil, Hunt, Marin – Pizarro; auf der Bank: Mielitz – Abdennour, Prödl, Jensen, Husejinovic

FC Valencia: Cesar Sanchez – Miguel, Maduro, Dealbert, Bruno Saltor (46. Alba) – Marchena (75. Michel), Baraja – Joaquin (55. Manuel Fernandes) , Silva, Mata - Villa

Tore: 0:1 (2.) Villa, 0:2 (15.) Mata, 1:2 (26.) Almeida, 1:3 (45.) Villa, 2:3 (57./FE) Frings, 3:3 (62.) Marin, 3:4 (66.) Villa, 4:4 (84.) Pizarro

gelbe Karten: Joaquin, Alba, Miguel, Mata, Baraja (alle Valencia) - Rosenberg (Werder)

Schiedsrichter: Kevin Blom (Niederlande)

Weser-Stadion: 24.200 Zuschauer
17.03.2010, 21:19 Uhr

Für Werder opferte Valencia sogar das Barca-Spiel



Juan Mata konnte sich am Wochenende schonen und wird am Donnerstag ein wichtiger Leistungsträger der Spanier sein.
Juan Mata konnte sich am Wochenende schonen und wird am Donnerstag ein wichtiger Leistungsträger der Spanier sein.
Sie wollen ihren sportlichen Abwärtstrend unbedingt stoppen. Und das brisante Entscheidungsspiel gegen den Vorjahres-Finalisten Werder Bremen am Donnerstagabend kommt ihnen dazu gerade recht. Für den FC Valencia ist dieses Partie ein Schicksalsspiel für das sie sogar die letzte Liga-Begegnung geopfert haben, in dem sie einige Spieler schonten. Das verriet Valencia-Profi Juan Mata am Mittwochabend: „Wir hatten zuletzt sehr viele Spiele, da war es doch normal, dass ich am letzten Wochenende auf der Bank geblieben bin, um mich für das wichtige Spiel hier in Bremen auszuruhen und fit zu sein.“ Genau so offen sprach der 21-Jährige über seine Gemütslage. „Es wäre für uns alle eine Riesenenttäuschung aus diesem großartigen Wettbewerb morgen auszuscheiden. Wir wollen zeigen, dass wir trotz der Schiedsrichterleistung im Hinspiel gegen eine große Mannschaft wie Werder weiterkommen können“, merkte Mata an, der kaum glaubhaft machen konnte, dass die Rolle des Referees in der Vorwoche keine Rolle mehr in den Köpfen der Spanier spielen wird. Mata sagte trotzdem: „Nein, das letzte Spiel ist abgehakt. Morgen kommt eine neue Partie und ein neuer Schiedsrichter.“

Welche Entschlossenheit die Bremer am Donnerstagabend erwarten wird, hob auch Trainer Unai Emery deutlich hervor. „Natürlich wird der FC Valencia auch morgen aggressiv und hart spielen. Das ist unser Stil. Eine gewisse Intensität ist vor allem bei Auswärtsspielen notwendig. Außerdem müssen wir versuchen unseren großen Nachteil, die körperliche Unterlegenheit gegen diese große deutsche Mannschaft auszugleichen.“ Emery vermutet, dass sein Team aber nicht das einzige sein wird, das mit dieser Einstellung in die Partie gehen wird. Er erwartet ein emotionales Feuerwerk. „Diese körperliche Spielweise ist doch charakteristisch für beide Mannschaften. Auch die Bremer spielen so und das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn es in einem erlaubten Rahmen bleibt.“

Taktisch erwartet der Spanier von seinem Gegenüber Thomas Schaaf keine Überraschungen beim Showdown. „Wir denken, dass die Bremer die Partie wie letzte Woche angehen werden. Thomas Schaaf wird ähnlich agieren, die gleichen Spieler bringen und wieder sehr viel Druck aufbauen wollen. Das Problem wird aber sein, dass die Bremer noch besser sein werden. Sie sind diesmal die Mannschaft, die die Zuschauer auf ihrer Seite hat, sie haben den Heimvorteil, sie haben eine unglaublich starke Defensive. Aber dennoch sind wir selbstbewusst. Schließlich wollen wir nach Hamburg. Wir wollen das Finale spielen. Dafür müssen wir offensiv spielen und dürfen während der Partie nicht abbauen. Wir müssen angesichts der Wichtigkeit des Spiels unsere ganze Energie zusammenraufen, 100 Prozent abrufen.“

Zurückgreifen kann Emery dann auch wieder auf Torjäger David Villa, der seine Schulter-Verletzung überwunden hat. „Abhängig davon, dass er sich nicht beim letzten Training vor dem Spiel wieder verletzt, sieht es so aus, als ob er auflaufen kann.“ Der Stürmer könnte ein Trumpf sein, um die schwierige Mission zu erfüllen. „Wir haben doch eine ganz schwere Aufgabe vor uns. Wir dürfen auf keinen Fall ein Tor bekommen und müssen unbedingt eins schießen.“


von Michael Rudolph


 
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