Vorfreude auf einen akzentfreien Ur-Österreicher
27.01.2012, 18:13:19 Uhr

Geschäftsführer Klaus Allofs nahm sich am Rande des Abschlusstrainings Zeit, um den Transfer zu erläutern: "Zlatko Junuzovic wollte unbedingt zu uns. Er ist ein guter Vorbereiter, der selbst torgefährlich sein und gute Standards schießen kann", verteilt Klaus Allofs bereitwillig Vorschusslorbeeren. Der ehemalige Stürmer freut sich auf den dann wieder wachsenden Konkurrenzkampf: "Wir haben mit ihm nicht den einen Spielmacher gesucht. Er ist ein sehr kreativer Spieler, aber davon haben wir schon einige im Team. Zuletzt ist unser Kader arg zusammengeschrumpft und diese Verpflichtung gewährleistet nun wieder den Konkurrenzkampf, der für uns so wichtig ist."
Wichtig war für den SV Werder auch die Charakter-Frage. Auch hier setzt Klaus Allofs große Hoffnungen in den Österreicher: "Natürlich achten wir da wieder verstärkt darauf, denn aus unseren Erfahrungen der letzten Saison haben wir gesehen, dass Talent die ein Sache ist, die andere aber - wie man sich einbringen kann, ob man die richtige Einstellung zum Beruf mitbringt - auch sehr wichtig ist." Nützlich für die schnelle Integration wird die Sprache sein. "Es ist ein positiver Aspekt, das erleichtert die Sache gewaltig, wenn man deutsch spricht." Lächelnd fügt Allofs an: "Und wenn man Zlatko Junuzovic hört, dann hört man einen akzentfreien Ur-Österreicher sprechen."
Endlich wieder vereint: Die Österreicher Sebastian Prödl (Nr. 15), Marko Arnautovic (11) und Neuzugang Zlatko Junuzovic (8).Prödl und Juzunovic, das ist eine Freundschaft aus Kindheitstagen. "Er ist auch ein Steirer, genau wie ich. Wir kennen uns schon seit diversen Jugendauswahlen, haben uns während der U 20-WM 2007 in Kanada zusammen ein Zimmer geteilt. Die vier Wochen dort sind ziemlich erfolgreich gewesen, das schweißt schon zusammen. Wenn er und Werder den Schritt wagen, würde es mich freuen. Und auch die Werder-Fans werden sich auch freuen können."
Nicht ganz so eng befreundet ist Junuzovic mit seinem Landsmann Marko Arnautovic, doch der heißt ihn ebenfalls herzlich Willkommen: "Ich kenne ihn von der Nationalmannschaft. Er ist ein netter, lieber Typ und ein guter Fußballer. Er ist sehr lauffreudig, kann gut mit dem Ball umgehen, spielt gute Pässe und hat einen super Schuss. Er wird ein sehr Guter für uns!" Dass der Kontakt zwischen ihm und Zlatko Junuzovic nicht so intensiv ist, wie mit Sebastian Prödl, dafür hat der Werder-Stürmer eine einfach Erklärung. Lachend erklärt er: "Die Grazer rufen die Wiener einfach nicht so gerne an."
Von Michael Rudolph
































