Grün-weiße Bastion im Ruhrpott

 
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Der Vorsitzende Markus Skupin (stehend, 3. v. re.) und seine Mitstreiter des WFC 'Lebenslang A1'.
 
Über die Grenzen Bremens, ja sogar Deutschlands hinaus halten mehr als 500 Werder-Fan-Clubs die grün-weiße Fahne hoch. Heute: 'Lebenslang A1'.

Die Historie
Markus Skupin ist Vorsitzender von 'Lebenslang A1' und kann ein Lied davon singen, wie es sich als 'Fan-Exot' im Ruhrpott lebt: "Bei dem, was ich mir letzte Saison bei der Arbeit anhören musste, hätte mir eigentlich ein Dauerkrankenschein zugestanden." Doch selbst diese "ungünstigen Rahmenbedingungen" können seine Werder-Begeisterung nicht trüben. Seit 1991 ist er regelmäßiger Gast im Weser-Stadion, doch nach der Double-Saison 2004 wurde es immer schwieriger, an Karten zu kommen. 2007 kam Skupin der rettende Einfall: die Gründung eines Fan-Clubs. Das geografische Schicksal und die Werder-Hymne 'Lebenslang Grün-Weiß' inspirierten zur Namensgebung – 'Lebenslang A1' war geboren.

Die Mitglieder
Eine grün-weiße Bastion im durch und durch schwarz-gelben Dortmund zu errichten, ist kein leichtes Unterfangen. Kein Wunder, dass Markus Skupin seine Familie mit ins Boot geholt hat. Seine Frau ist ebenso Mitglied wie seine Schwester, sein Sohn ist mit gerade mal zwei Jahren das jüngste Mitglied. Ansonsten halten die zehn Gründungsmitglieder seit vier Jahren die Werder-Stellung im BVB-Land aufrecht – unerschütterlich.

Das Club-Leben
Wenn die lebenslangen A1er nicht im Stadion sind, dann fiebern sie gemeinsam vor dem Fernseher mit – meist im Wohnzimmer ihres Vorsitzenden. Ansonsten wird natürlich Flagge gezeigt, sei es auf dem Auto oder am Körper. Die aktuellen T-Shirts mit der Aufschrift 'Projekt Deutscher Meister 2011/12' sorgen in Dortmund zwar für Schmunzeln, bringen Skupin & Co aber auch leicht mit anderen Fußball-Fans ins Gespräch. Feste Programmpunkte für die Anhänger sind der 'Tag der Fans' und der Werder-Ball 'Grün-Weiße Nacht'. Zwei Mal reisten die Dortmunder bereits zur Weihnachtsfeier der Fan-Clubs nach Bremen an.

Die Fahrten
Sämtliche Werder-Spiele in Nordrhein-Westfalen sind Pflichtprogramm. Um ihrem Namen alle Ehre zu machen, begeben sich die lebenslangen A1er mindestens zehn Mal pro Saison auf die Autobahn in Richtung Weser-Stadion. Allerdings nicht ganz ohne Verluste: Mindestens ein Fan-Schal ist den vielen Autobahnfahrten schon zum Opfer gefallen. Sämtliche Stadien der Bundesliga haben die Exil-Werderaner mittlerweile von innen gesehen, mit einer Ausnahme. "In Hoffenheim waren wir bislang noch nicht, aber das holen wir diese Saison nach", verspricht der Vorsitzende. Ansonsten wird kein nationales und internationales Highlight ausgelassen: Von den Pokalfinals in Berlin über das Europa-League-Finale in Istanbul bis zu den Champions League-Krachern in London, Madrid und Barcelona – 'Lebenslang A1' war überall dabei.

Das Highlight
Darüber gibt es bei 'Lebenslang A1' keine zwei Meinungen. "Etwas Geileres als das DFB-Pokal-Finale 1999 wird es nie wieder geben", ist sich Markus Skupin sicher. Unvergessen ist die Euphorie im Berliner Olympiastadion, Freudentränen inklusive. Mit dieser einzigartigen Erinnerung im Rücken ließ sich wohl sogar die Meisterfeier vergangene Saison in Dortmund ertragen...

Jörn Lange


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