
Minutenlang kniet Andreas Reinke auf dem Platz. Die Ärzte versuchen die Blutung zu stoppen.
News
25.12.2006, 16:19 Uhr
Jahres-Rückblick 2006: Die bittersten Momente
Es war der Moment, in dem Tausenden von Werder-Fans im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion und Millionen vor den Fernsehgeräten der Atem stockte. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit dem Martin Stranzl im Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart blieb der Bremer Keeper Andreas Reinke blutüberströmt im Strafraum liegen. Vergeblich versuchten das Sanitäterteam und Mannschaftsarzt die Blutung zu stoppen. Minutenlang tropfte es auf den Rasen des Gottlieb-Daimler-Stadions, die Trage und das gelbe Trikot waren über große Teile in ein tiefes Rot getaucht. Mehrere Nasenbrüche, ein Trümmerbruch des Stirnbeins und Knochenabsplitterungen wurden später im Krankenhaus bei dem 37-Jährigen diagnostiziert. Brutale Brüche, die oft bei schweren Autounfällen vorkommen, wie die Ärzte erklärten. "Es war nicht klar, wie ich wieder aufwachen werde. Ich habe die Schwester um einen Zettel und einen Stift gebeten, um ein paar Gedanken an meine Familie und Freunde aufzuschreiben und einige Dinge zu regeln", so die bewegenden Worte von Andreas Reinke, für den dieser Unfall "einer der heftigsten Einschnitte" in seinem Leben war. www.werder.de I Andreas Reinkes bewegende Pressekonferenz nach dem Unfall…
Champions-League-Viertelfinale rinnt durch Wieses Arme

Tim Wiese: Lieferte gegen Turin eine Weltklasse-Leistung und bestrafte sich dann selbst mit einem groben Patzer, der Werder den Einzug in die nächste Runde kostete.
www.werder.de I Die Begegnung gegen Juventus Turin in Bildern…
Omomoyela: „Das Ticket, das nicht gültig ist“
Einen heftigen sportlichen Rückschlag musste im Jahr 2006 Patrick Owomoyela verkraften. Nachdem er in den vergangenen zweieinhalb Jahren zum Shooting-Star in der Bundesliga avancierte, sorgte die Nichtberücksichtigung bei der Kadernominierung der deutschen Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft für tiefe Enttäuschung bei dem 27-Jährigen. "Leider ist es kein schlechter Traum, sondern Realität. Ich wurde nur auf Abruf berufen, das ist das Ticket, das nicht gültig ist", sagte "Owo" nach der Entscheidung, die auch bei Werders sportlicher Leitung für eine große Überraschung gesorgt hat. "Bisher waren wir immer davon ausgegangen, dass unsere Spieler als Quartett zur WM fahren", so Cheftrainer Thomas Schaaf damals in einer ersten Reaktion.
www.owomoyela.de I Weitere Infos über Patrick Owomoyela…

Zum Zusehen verdammt: Torsten Frings wurde für das WM-Halbfinale gesperrt.
Aus dem Quartett wurde somit ein Trio. Miroslav Klose, Torsten Frings und Tim Borowski ließen zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft ganz Deutschland vier Wochen lang in ein "Sommermärchen" eintauchen. Ein Sommermärchen, das sich für Torsten Frings plötzlich in einen bösen Alptraum verwandelte. Nach dem Viertelfinal-Erfolg über Argentinien, bei dem Werders Mittelfeldspieler wieder einmal eine Weltklasse-Leistung ablieferte, kochten die Emotionen bei den Südamerikanern hoch. Der 30-Jährige wurde in eine Rangelei verstrickt, ließ sich nach mehreren eingesteckten Schlägen und Tritten zu einer Tätlichkeit verleiten und wurde nachträglich aufgrund von Fernsehbildern von der FIFA für das Halbfinale gegen Italien gesperrt. Und das, obwohl Schiedsrichter Lubos Michel die Szene während der Tumulte nicht geahndet hatte. Torsten Frings zeigte sich nach dem Urteil fassungslos: "Die Fifa hat meinen Traum zerstört. Du bist topfit, hast sechs Wochen gepowert und wirst dann ausgebremst - das tut weh...Als ich von der Sperre erfahren habe, hatte ich sogar Tränen in den Augen."
www.bild.de I Torsten Frings im Bild-Interview nach der WM-Sperre…
Pokalträume platzten in der Pfalz

Werder konnte das Pokalaus gegen Pirmasens nicht fassen.
www.werder.de I Die Reaktionen nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Pirmasens…
von Norman Ibenthal





Werder Top5 News





