
Ein neues Verkehrs-Konzept soll die Fahrzeuge des steigenden Besucherstroms in die richtigen Bahnen lenken.
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15.11.2006, 17:48 Uhr
Neues Verkehrskonzept für das Weser-Stadion
Das neue Verkehrskonzept für das Weser-Stadion, das ab der kommenden Saison umgesetzt werden soll, ist am Mittwochmittag erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Auf einer Pressekonferenz im Bremer Rathaus präsentierte eine Arbeitsgruppe, in der neben Mitgliedern der Bremer Senats, Vertretern der Bremer Weserstadion GmbH, der BSAG, der Brepark GmbH, des Ortsamtes und Anwohnern des Weser-Stadion auch Werder-Geschäftsführer Manfred Müller beteiligt war, die Ergebnisse der Arbeit in den vergangenen Monaten.Auf drei Säulen ist das groß angelegte Konzept aufgebaut:
- ein verbessertes, erweitertes Park+Ride-System
- Stellplatz-Reservierung der stadionnahen Parkplätze für Besucher
- Schaffung einer Anwohner-Schutz-Zone bei Großveranstaltungen im Weser-Stadion.
Manfred Müller zeigte sich nach der Präsentation zufrieden: "Dieses Konzept wird einerseits den Ergebnissen des Moderationsverfahrens gerecht, das wir mit den Anwohnern des Weser-Stadion vor anderthalb Jahren durchlaufen haben. Andererseits haben wir darauf Wert gelegt, dass es zukunftsfähig ist und auch nach der geplanten Erweiterung des Weser-Stadion um acht- bis zehntausend Plätze funktioniert."
Das neue P+R-Konzept deckt mit einem Volumen von ca. 6.100 Parkplätzen einen Großteil des Stellplatzbedarfs von 8.500 Plätzen ab. Hervorzuheben ist hier der P+R-Platz im Bereich des Hemelinger Hafens, der mit ca. 4.000 Parkplätzen die größte Kapazität anbietet. Hinzu kommen weitere Plätze am Hansa-Carree in Hastedt, beim Hansator in der Überseestadt und bei der Atlas Elektronik GmbH in Sebaldsbrück. Insgesamt wird damit die Zahl der P+R-Plätze um ca. 3.000 erweitert.
Sperrung des Osterdeichs während der Spiele vorgesehen
Mit dieser Erweiterung erhöht sich die Zahl der Stadion-Zubringer-Busse, die während des Spiels zusammen mit den Stadtteilbussen auf dem Osterdeich aufgestellt werden. Hinzu kommen die Taxen, die sich auch auf dem Osterdeich aufstellen. Dies macht aus Sicherheitsgründen eine Sperrung des Osterdeichs während des Fußballspiels erforderlich. Eine Umleitung wird ausgeschildert.

Das Weser-Stadion ist nicht nur bei den Flutlichtspielen oft ausverkauft.
Anwohnerschutzzone: Keine Parkplatzsuche vor dem Spiel am Stadion möglich
Um in diesem Zusammenhang das anliegende Wohngebiet zwischen dem Osterdeich, dem Sielwall, dem Schwarzen Meer und der Stader Straße vom parkplatzsuchenden Verkehr freizuhalten, ist die Anwohnerschutzzone geplant. In diese Zone können im Zeitraum 2,5 Stunden vor dem Spiel bis 15 Minuten nach Spielbeginn nur Berechtigte mit einem entsprechenden Ausweis einfahren. Alle anderen dürfen diesen Bereich nicht anfahren.
Manfred Müller freute sich über die breite Zustimmung zu diesen Plänen. "Bereits am Dienstag hat das Grundkonzept große Zustimmung beim Leitbild-Gremium erfahren, in dem die Anwohner stark vertreten sind. Erstmals in der Geschichte des Weser-Stadion ist ein Projekt dieser Größenordnung in diesem Ausmaß mit Anwohnern abgestimmt worden. Und erstmals wurde auf ihre Belange soviel Rücksicht genommen." Müller betonte: "Damit unterstreichen wir, dass Werder sich als Mitglied des Stadtteils begreift und sich mit den Problemen und Interessen der Menschen identifiziert."
Verkehrs-Senator: Wichtige Bedingung für Stadion-Ausbau erfüllt
Bei der Vorstellung des Konzeptes hob der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Ronald-Mike Neumeyer, hervor, dass mit einer Verkehrs-Entlastung der östlichen Vorstadt eine wesentliche Bedingung für den weiteren Ausbau des Weser-Stadion erfüllt werden könne.
"Werder Bremen ist nicht nur der herausragende Werbeträger für die Stadt Bremen und ein Kristallisationspunkt für die Identifikation der Nordwest-Region, sondern zugleich ein florierendes Wirtschaftsunternehmen. Wenn die Heimspiele inzwischen regelmäßig und internationale Spiele Monate im Voraus ausverkauft sind, ist es sehr verständlich, dass der Verein das Stadion ausbauen möchte. Zugleich ist aber allen Beteiligten klar, dass die Zufahrtsstraßen zum Stadion und die Anwohnerstraßen zusätzliche Verkehre nicht vertragen. Deshalb war sehr daran gelegen, vor einer Entscheidung über einen weiteren Stadionausbau ein Verkehrskonzept zu erarbeiten, das den Anwohnern Entlastung bringt und die Erreichbarkeit des Stadions gleichwohl sicherstellt. Mit dem jetzt vorliegenden Vorschlag haben wir eine gute Grundlage, um die verkehrliche Erschließung neu zu organisieren. Aus Sicht des Verkehrssenators steht dann einem Ausbau des Stadions nichts mehr im Wege."




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