Litten mit ihrer Mannschaft: Cheftrainer Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs.
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Niederlage auf Schalke bestätigt Werder-Realismus
Thomas Schaaf nahm bei seiner Spielanalyse kein Blatt vor den Mund. Werders Cheftrainer fasste die 0:2-Niederlage bei Schalke 04 in einem Satz zusammen: "Wir haben heute ein schlechtes Spiel abgeliefert." Ergänzend fügte der Coach hinzu: "In der ersten Halbzeit haben wir sehr viele Chancen zugelassen. Im zweiten Durchgang wurden wir etwas besser, aber nie wirklich gut." Während der gesamten 90 Minuten war Werder in der Veltins-Arena nicht richtig ins Spiel gekommen, hatte zu keinem Zeitpunkt die Qualitäten gezeigt, die die Mannschaft bei den Siegen in Hannover und gegen Leverkusen an den ersten beiden Spieltagen ausgezeichnet hatte. Schaaf: "Wir waren einfach zu passiv, Schalke war dagegen in den Zweikämpfen entschlossener, aggressiver. Sie haben uns massiv unter Druck gesetzt. Dem konnten wir nichts entgegen setzen. Wir sind nie zum Luft holen gekommen, denn Schalke hat uns permanent beschäftigt."

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Torsten Frings im Zweikampf mit Halil Altintop.
Schon in der Halbzeitpause hatte Geschäftsführer Klaus Allofs moniert: "Es ist nicht clever, wie wir die Schalker vor unserem Tor unbehindert kombinieren lassen." Eine dieser Kombinationen hatte bereits in der siebten Minute zum Führungstreffer der Gastgeber durch Kevin Kuranyi geführt. Sowohl bei der Schalker Flanke, als auch beim Kopfball des Angreifers hatten es die Grün-Weißen dem Gegner, so Allofs, "viel zu einfach gemacht". Trotz der eigenen Fehler vergaß er jedoch nicht, die Leistung der Schalker anzuerkennen: "Sie haben stark gespielt und unterstrichen, dass sie um den Meistertitel mitspielen wollen", lobte Allofs.

"Die Schalker haben uns von Beginn an ihr Spiel aufgezwungen", gab Nationalspieler Miroslav Klose zu. "Wir waren nicht nah genug bei unseren Gegenspielern und standen nicht kompakt genug, um als Mannschaft auf dem Platz präsent zu sein." Übereinstimmend sprachen die Werder-Profis von einer verdienten Niederlage. Mittelfeldspieler Torsten Frings analysierte: "Schlecht gespielt und verdient verloren – für unsere hohen Ansprüche hatten wir heute viel zu wenig Torchancen."

Dabei sahen sich Werders Verantwortliche in ihren Einschätzungen nach den beiden Auftaktsiegen bestätigt. "Wir haben nie behauptet, dass wir bereits in Topform sind", stellte Thomas Schaaf klar. Von den zahlreichen Lobeshymnen zu Saisonbeginn hatten sich die Grün-Weißen nicht blenden lassen. "Auch beim Sieg gegen Leverkusen vergangene Woche gab es viele Dinge, die noch nicht richtig gepasst haben", erinnerte sich Schaaf. "Wir haben gelernt, unsere Leistungen richtig einzuschätzen", betonte Klaus Allofs. "Wir hatten in den ersten Partien trotz der vielen Komplimente keine Weltklasse-Mannschaft und sind daher nach dieser Niederlage auch nicht völlig verzweifelt."

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Sein Treffer wurde nicht gegeben: Hugo Almeida.
Dass gerade die deutschen Nationalspieler noch erhebliches Steigerungspotenzial haben, ist für Allofs "keine Überraschung". "Sie können noch nicht wieder richtig fit sein", so der ehemalige Angreifer. „"ns war vorher klar, dass auf unsere Nationalspieler durch die Belastung der WM harte Wochen warten. Um dieses Spiel gegen starke Schalker zu gewinnen, hätten jedoch alle zu 100 Prozent fit sein müssen." Doch nicht nur die Nationalspieler müssen sich in den kommenden Wochen steigern. Allofs: "Alle müssen weiter hart arbeiten. Wir haben zwar viele hochinteressante Spieler, sind aber noch nicht eingespielt."

Stürmer Hugo Almeida, der erstmals in der Bundesliga in Werders Startformation gestanden hatte, versuchte der ersten Saison-Schlappe trotz großer Enttäuschung etwas Positives abzugewinnen: "Vielleicht ist es gut, dass wir die Niederlage jetzt kassiert haben. So können wir frühzeitig die Fehler abstellen."

von Martin Lange und Ole Schlabers
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