
Mesut Özil spielte in der ersten Halbzeit zentral hinter den beiden Spitzen Harnik und Husejinovic. (Bilder: NPH)
News
12.07.2008, 19:20 Uhr
5:0-Sieg in Oldenburg mit Spielfreude und Kombinationslust
Husejinovic' Tor mit der ersten Ballberührung

Martin Harnik bereitete das 1:0 vor.
Den bis dahin einzigen Torschuss der Gastgeber gab Routinier Christian Claassen bei einem indirekten Freistoss ab (19.), wobei die Kugel ihr Ziel um ein paar Höhenmeter verfehlte. Es war das Abschiedsspiel einer langen Karriere des Ex-Profis.
Naldos raumgreifende Schritte, Jensens Schlenzer

Torschütze Daniel Jensen im Duell mit Manuel Schicke.
Die im zweiten Spielabschnitt von Thomas Schaaf abermals grundveränderte Formation kam mit ungeheurer Kombinationslust aus der Kabine. Es dauerte acht Minuten bis Philipp Bargfrede ansatzlos aus gut 27 Metern das erste Ausrufezeichen setzte und die Kugel fast aus dem Stand halbhoch zum 3:0 in die Maschen drosch. Gerade die eingewechselten Nachwuchskräfte Bargfrede, Heider und Testroet wirbelten darauf fast nach Belieben durch die Oldenburger Defensiv-Reihen, denen ihr Kraftverlust immer deutlicher zu schaffen machte. Hier ein Hackentrick, dort eine Direkt-Passage. Das machte Spaß beim Zuschauen. Jurica Vranjes und Aaron Hunt lenkten das forsche Spiel der Jungspunde dabei intelligent aus der Tiefe. Den wohl schönsten Direkt-Spielzug des Spiels leitete Pascal Testroet über links ein, Bargfrede täuschte an und ließ das Leder durchlaufen, Heider tropfte ab, Vranjes steckte zu Aaron Hunt durch, der jedoch mit dem etwas schwächeren rechten Fuß aus fünf Metern über den bereits liegenden Keeper, aber auch über die Querlatte schoss (65.).
"Juri" Vranjes beweist Kaltschnäuzigkeit

Der Cheftrainer hat alles im Blick.
Gegen Ende der Partie schaffte es der VfL, sich das eine oder andere Mal aus der Defensive zu befreien. Die größte Chance der Gastgeber nach einer schönen Flanke des eingewechselten Robert Plichta besaß der quirlige Sebastian Wojzik, dessen Kopfball Werders Sebastian Prödl jedoch im letzten Augenblick abblocken konnte. Eine Belohnung für das engartierte Auftreten gab Schaaf zum Schluss dem Großteil seiner Truppe noch mit auf den Weg in den Sonntag: "Morgen gibt es einen Tag Ruhe für die Spieler, die heute im Einsatz waren." Die Werder-Profis werden ihn nutzen. Denn am Montag, 14.07.2008, geht es ins "berüchtigte" Trainingslager auf Norderney. Thomas Schaaf und sein Trainergespann können es jedenfalls kaum erwarten.
von Maximilian Hendel
Werder Bremen, 1. Halbzeit: Christian Vander - Sebastian Boenisch, Naldo, Niklas Andersen, Alparslan Erdem - Frank Baumann, Max Kruse, Daniel Jensen, Mesut Özil - Said Husejinovic, Martin Harnik
Werder Bremen, 2. Halbzeit: Sebastian Mielitz - Sebastian Boenisch, Niklas Andersen, Sebastian Prödl, Dusko Tosic - Jurica Vranjes, Peter Niemeyer, Aaron Hunt, Philipp Bargfrede - Marc Heider, Pascal Testroet
VfL Oldenburg: Thomas Wegmann (80. Schmieke) - Stefan Noack, Ansgar Schnabel (75. Hofmann), Tim Steidten (80. Pezük), Arek Wojcik, Andreas Bitter, Roman Wöhlecke (46. Bremer), Manuel Schicke (65. Epp), Malte Müller (46. Plichta) - Cüneyt Özkan (46. S.Wojcik), Christian Claasen (69. Kulbatzki)
Tore: 0:1 Husejinovic (4.), 0:2 Jensen (23.), 0:3 Bargfrede (53.), 0:4 Vranjes (69.), 0:5 Testroet (73.)
Schiedsrichter: Peter Hatzler (Eversten)
Zuschauer: 5500





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