U 23: Mit Effektivität zum deutlichen 5:0-Erfolg

Werders U 23-Talente fuhren gegen Wehen Wiesbaden den höchsten Heimsieg seit über acht Jahren ein.
U23
Samstag, 07.11.2009 / 18:01 Uhr

Man muss schon ein wenig in den Geschichtsbüchern blättern, um einen vergleichbaren Erfolg wie den 5:0-Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden in der Chronik von Werders U 23 zu finden. „Wir haben mal 6:1 in Wattenscheid gewonnen. Das war im Oktober 2003“, erinnert sich Werders U 23-Coach Thomas Wolter nach dem „Fünferpack“ am Samstagnachmittag. „Wann uns das zu Hause gelungen ist, weiß ich aber nicht mehr.“

 

WERDER.de hat in den Tiefen des Archivs ein wenig „gebuddelt“ und es herausgefunden. Und tatsächlich, der letzte 5:0-Heimerfolg liegt bereits acht Jahre zurück. Am 16. April 2001 siegte Bremen in der damaligen Regionalliga Nord zu Hause mit 5:0 gegen den Lüneburger SK. Nur vier Monate später glückte das Kunststück auch im DFB-Pokal. In der ersten Runde setzten sich die Hanseaten mit 5:0 gegen den 1. FC Saarbrücken durch.

 

Fünf Chancen – vier Tore

 

Dass es zu einem so deutlichen Erfolg auch am Samstagnachmittag kommen wird, haben wohl nur die wenigsten Besucher im Stadion „Platz 11“ erwartet. Auch der Bremer Trainer nicht: „Mit den ersten zehn, fünfzehn Minuten war ich gar nicht einverstanden. Das war ein zerfahrener Beginn von unserer Seite. Doch was wir dann in puncto Effektivität gezeigt haben, habe ich in den letzten Jahren noch nicht erlebt.“ Mit der ersten Torchance gingen die Grün-Weißen in Führung. Über Bernd Gerdes und Tobias Kempe gelangte der Ball zu Pascal Testroet, der das Leder aus halbrechter Position, 14 Meter vor dem Tor, in die Maschen hämmerte (17.). Es sollte noch besser kommen. Nur drei Minuten später war es erneut Kempe, der Testroet dieses Mal mit einer Flanke bediente. Der Kopfball des U 20-Nationalspielers ging zwar an die Latte, doch Stefan Ronneburg köpfte den Abpraller zum 2:0 ein (20.).

 

Und wäre Pascal Testroet kurz darauf nicht an Torwart Erik Domaschke gescheitert, hätte die Chancenverwertung bei 100 Prozent gelegen (25.). Denn sowohl Onur Ayik als auch Addy Menga nutzten anschließend ihre Möglichkeiten eiskalt aus. Erst gelangte der Ball über Menga zu Testroet, der stark auf Onur Ayik durchsteckte. Der 19-Jährige spielte den Torwart noch aus und schob zum dritten Bremer Treffer ein (39.). Nur zwei Minuten später führte Ayik mit Kempe eine Ecke schnell und kurz aus, die anschließende Flanke von Kempe fand Addy Menga als dankbaren Abnehmer, der zum 4:0 einköpfte (41.). „Aus fünf Chancen haben wir vier Tore gemacht. Bei dieser Quote wurde die Begegnung zum Selbstläufer“, erklärte Trainer Thomas Wolter später.

 

Menga mit Doppelpack – Kempe als Top-Vorbereiter

 

Aber auch im zweiten Durchgang ließen die Bremer nicht nach. „Die zweite Hälfte hat mich viel mehr beeindruckt. Wir haben das Tempo weiter hochgehalten, haben hinten sicher gestanden und weiterhin versucht, Fußball zu spielen“, war Coach Wolter zufrieden. Der fünfte Treffer war der verdiente Lohn. Wieder einmal war es Tobias Kempe, der einen Freistoß gefährlich in den Strafraum der Gäste brachte. Der Ball landete vor den Füßen von Addy Menga, der ihn zum 5:0 über die Linie drückte. Für Menga waren es die ersten beiden Saisontore überhaupt. „Ich habe in den letzten Monaten viel gearbeitet und auf das Tor gewartet. Ich freue mich riesig, dass es endlich geklappt hat. Ich hoffe, dass die beiden Treffer mir zusätzlichen Schub für die kommenden Spiele geben“, so der Doppeltorschütze.

 

Den Titel „Spieler des Spiels“ hat sich an diesem Nachmittag jedoch ein anderer verdient: Tobias Kempe. An vier der fünf Tore war der 20-Jährige als Vorbereiter direkt beteiligt. „Nur das selbst erzielte Tor hat heute gefehlt, sonst hat alles super geklappt“, freute sich der U 20-Nationalspieler“, der jedoch die Mannschaftsleistung in den Vordergrund stellte. Das tat Trainer Thomas Wolter auch: „Tobi hat heute sicherlich klasse gespielt. Aber der Rest der Mannschaft hat dazu beigetragen, dass er so gut aussehen konnte“, so Wolter, der seinen Schützling erst bei 70 Prozent seines Leistungsvermögens sieht.

 

Mit 23 Punkten und dem zehnten Tabellenplatz stehen die Grün-Weißen so gut wie schon lange nicht mehr in der dritthöchsten Spielklasse da. Weiter geht es für die Hanseaten jedoch erst in zwei Wochen. Am Samstag, 21.11.2009, sind die Bremer beim SV Sandhausen zu Gast.

 

Norman Ibenthal

 

Werder Bremen Mielitz – Gerdes (69. Schiller), Hessel, Stallbaum (79. Matsoukas), Andersen (84. Derdak) - Maek, Ronneburg, Ayik, Menga - Testroet, Kempe

 

SV Wehen Wiesbaden: Domaschke - Billick, Gehring, Schönheim, Weigelt - Hollmann (56. Damjanovic), Hübner, Reinert, Bohl (77. Kunert) - Öztürk, Ziemer (46. Boskovic)

 

Tore: 1:0 Testroet (17.), 2:0 Ronneburg (20.), 3:0 Ayik (39.), 4:0 Menga (41.), 5:0 Menga (66.)

 

Gelbe Karten: Gerdes, Andersen (beide Werder) – Billick, Schönheim (beide Wehen Wiesbaden)

 

Schiedsrichter: Florian Steinberg (Korntal-Münchingen)

 

Stadion „Platz 11“: 370 Zuschauer

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