
Hilfe für Afghanistan: Mit großer Freude erhielten die afghanischen Fußballer Lieferungen von der Weser. Nun tragen sie die Farben von Werder unterm Hindukusch.
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19.12.2007, 17:55 Uhr
Werder-Farben am Fuße des Hindukusch
Nach einem langen und über etliche Stationen laufenden Weg erreichten nun mehrere Paletten mit Sportbekleidung von Werder Bremen Afghanistan. Für Werders Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer "nur ein kleiner Beitrag zur Hilfe". Für die Unterstützer vor Ort, eine Gruppe deutscher Polizeibeamter, bedeutete es eine große Überraschung, Ausstattung in dieser Qualität und Menge zu erhalten. „Drei Fußballmannschaften wurden komplett mit Winterjacken, Regenjacken, Unterhemden, Sweatshirts, kurzen und langen Trainingshosen und Handschuhen ausgestattet“, berichten die Polizisten, die neben ihren offiziellen Aufbauarbeiten der afghanischen Polizei auch sportliche Hilfestellung bieten.Einer der Beamten pfeift inzwischen als ehrenamtlicher Schiedsrichter in den drei afghanischen Ligen, andere haben eine Fußballgemeinschaft mit Bewohnern Kabuls gegründet. „Die afghanischen Spieler haben sich riesig gefreut und sind sehr stolz auf ihr neues Äußeres“, schreibt Polizeibeamter Dirk Fütterer in einer Email aus Kabul und beschreibt weiter: „Dass es sich gar noch um Winterkleidung handelt, passt sehr gut, da es speziell hier in Kabul lang und anhaltend kalt ist.“ Den Moment, als am Fuße des Hindukusch die Mannschaften in Werder-Farben gegeneinander spielten sei für ihn ein ungewöhnlicher aber sehr reizvoller Anblick gewesen.
Darüber hinaus reichten die Trainingssachen von der Weser aber auch für andere Bedürftige: Die für die Sicherheit der Hilfsarbeiter verantwortlichen Afghanen, die bei jedem Wetter unter freiem Himmel Wache halten müssen, erhielten Winter- und Regenjacken. Der Vorrat an Kleidern von Werder Bremen reichte sogar dafür, dass die deutschen Beamten die letzten übrig gebliebenen Stücke im Kollegenkreis verkaufen konnten. Die 400 Euro, die sie auf diese Weise einnahmen, übergaben die Polizisten einem Waisenhaus in der Hauptstadt Afghanistans.
Für Werder bedeutet die Nachricht aus Kabul, das Hilfsprojekt auch weiterhin anzutreiben. Seit anderthalb Jahren versendet Werder die Sportkleidung der Werder-Teams in mittlerweile 18 verschiedene Länder der Welt.





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