
Bloß nicht mehr hinsehen: Tim Borowski verlässt nach dem Auftritt gegen Lazio Rom enttäuscht den Platz.
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06.11.2007, 23:57 Uhr
Selbstkritik und Enttäuschung: Es ging gar nichts!

Diego senkt entnervt seinen Kopf. Schiedsrichter Bebek zeigt ihm die Gelb-Rote Karte.
"Ich war mir in dieser Sekunde der Konsequenzen nicht bewusst. Ich war einfach nur sauer und ärgerlich und das musste raus", sagte Diego im Anschluss und räumte ein: "Die zweite gelbe Karte kann man geben. Das war ein Fehler von mir."

Zu selten kämpften Werders Profis so intensiv um den Ball wie hier Leon Andreasen.
Relativ sachlich trat Klaus Allofs vor die Medienvertreter und erwähnte auch den Grund dafür. "Ich habe die Niederlage schon verdaut, weil man ja 90 Minuten Zeit hatte, sich darauf einzustellen. Wir waren in keiner Phase der Partie richtig im Spiel und dann kommt eben alles zusammen. Dann verletzt sich noch der Kapitän und es gibt Gelb-Rot für Diego. Wir konnten heute nicht aufzeigen, warum wir es verdient gehabt hätten eine Runde weiter zu kommen", bemängelte der Geschäftsführer und setzte verbal nach: "Wir sind naiv und ohne Pepp aufgetreten, ohne die letzte Bereitschaft, uns durchzusetzen. Vielleicht fielen uns die Bundesliga-Siege in den letzten Wochen zu leicht."
Jedenfalls hatten die Bremer in diesen Partien mehr Glück als beim Elfmeter-Gegentreffer. So kommentierte es Clemens Fritz: "Tim hält den Ball richtig gut, doch dann haben wir einfach Pech." Der Keeper zur Situation: "Nachdem ich gehalten hatte, sah ich den Ball nicht, musste mich kurz orientieren und komme zu spät."

Hugo Almeida rieb sich im Angriff auf.
Mit dieser Problematik beschäftigte sich auch Cheftrainer Thomas Schaaf: "Wir sind mit dem Verhalten sicher nicht glücklich und zufrieden, aber er ist vorher so oft gefoult worden, wenn es in Richtung Tor ging, dass es für ihn spricht, sich nicht den Gegner, sondern die Bande für die Aktion ausgesucht zu haben. Ich hätte mir gewünscht, dass man ihn im Spiel mehr geschützt hätte." Gewünscht hätten sich die Bremer sicher auch den fälligen Elfmeter-Pfiff nach einem Foul an Stürmer Markus Rosenberg, doch fair räumten sie an, dass es schwer zu sehen war. "Aus unserer Perspektive konnte man es ganz schlecht erkennen. Aber Beobachter, die die Szene im Fernsehen verfolgt haben, bestätigten uns, dass es elfmeterwürdig war", so Allofs, der noch einmal betonte: "Die Schuld, dass wir verloren haben, geben wir nicht dem Unparteiischen, sondern suchen sie bei uns. Das war heute einfach zu wenig."
von Michael Rudolph und Felix Ilemann





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