
Aufstehen und weitermachen: Werder will am letzten Spieltag in Wolfsburg noch Zweiter werden.
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12.05.2007, 21:07 Uhr
Blick voraus: Platz zwei noch nicht abgeschrieben
Zwei freie Tage haben die Werder-Profis vor sich. Einfach nur Ausspannen, die Enttäuschung verarbeiten, die richtigen Schlüsse ziehen und ab Dienstag noch einmal angreifen. "Es wird schwer fallen, aber jeder muss eine Nacht drüber schlafen und das Spiel jetzt ganz schnell abhaken. Dann geht es um die letzte Partie der Saison", forderte Torhüter Tim Wiese, der andeutete, was Geschäftsführer Klaus Allofs nach allen Analysen des Frankfurt-Spiels aussprach: "Egal, was ich bis jetzt gesagt habe. Fakt ist, dass wir den zweiten Platz noch nicht abgeschrieben haben. Am Sonntag sollen die Spieler erstmal wählen gehen, dann noch einen Tag frei machen und dann frisch zurückkommen, um alles für einen vernünftigen Abschluss zu tun." Auch wenn Schalke nach der Niederlage in Dortmund weiterhin zwei Punkte Vorsprung besitzt, sieht Allofs noch Chancen Platz zwei zu erreichen. "Wir haben doch auch heute gesehen, dass immer alles möglich ist. Wenn wir hier sehr enttäuscht sind, dann will ich nicht wissen, was auf Schalke los ist. Wenn wir zu Hause gegen Eintracht Frankfurt verlieren, dann kann es den Schalkern auch so ergehen." Torsten Frings blickt ebenfalls mit einem Schuss Optimismus voraus: "Wir haben noch eine kleine Chance auf Platz zwei. Das wollen wir noch erreichen. Deswegen werden wir nach Wolfsburg fahren, ein gutes Spiel liefern und dann sehen, was passiert."

Torhüter Tim Wiese ärgert sich über verpasste Titelträume, will aber bereits gegen Wolfsburg wieder voll angreifen.
Vor der Brust hätten sie sicher auch gern noch einen entscheidenden Einsatz im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Doch nach dem Ausscheiden von Werder, sind nun nur noch Schalke und der VfB Stuttgart im Titelrennen verblieben. Die Grün-Weißen werden dieses Duell mit Interesse verfolgen. Tim Wiese sieht nun alle Vorteile bei den Schwaben: "Das lässt sich der VfB auf keinen Fall mehr nehmen. Die machen das vor dem eigenen Publikum klar." Vorzeitig zur Schale gratulieren wollte bei den Werderanern aber niemand. Cheftrainer Thomass Schaaf: "Die Stuttgarter erhalten von uns Glückwünsche für den Sieg heute, aber sie müssen noch mal ran, um Meister zu werden."
Klaus Allofs dazu: "Man kann den Stuttgartern schon jetzt zu einer sehr guten Saison gratulieren, aber Meister sind sie noch nicht." Dennoch würde er es den Schwaben gönnen. Allofs sportlich fair: "Wir sind nicht in der Position zu behaupten, dass sie ein glücklicher Meister wären. Sie gehen zur Zeit unbeirrt vorne weg, haben heute auf beeindruckende Weise zwei Mal einen Rückstand wieder aufgeholt. Sie haben einfach so einen Lauf, den man benötigt. Außerdem haben sie das Pokalfinale erreicht und uns in dieser Saison zwei Mal geschlagen." Beim letzten Argument musste Allofs dann doch ein bisschen lächeln. Verschmitzt fügte er an: "Wir hätten also einen gewissen Anteil an diesem Titelgewinn. Ihr Sieg bei uns im Weser-Stadion war für sie der Wendepunkt nach mäßigem Saisonstart. Damit hätten wir einen Sonderpunkt verdient."
von Michael Rudolph, Timo Strömer und Sonja Päs





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